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Papst Franziskus \ Begegnungen

Papst besucht Blinden-Einrichtung in Rom

Archivbild: Papst Franziskus und ein Kind bei der Generalaudienz - AP

31/03/2017 17:31

Papst Franziskus hat an diesem Freitagnachmittag das Blinden-Zentrum „Sant´Alessio – Margherita di Savoia“ in Rom besucht. Franziskus hat dort rund 50 Kinder und knapp 40 Erwachsene getroffen, die Gäste der Einrichtung sind. Der Besuch ist offenbar eine Fortsetzung der „Freitage der Barmherzigkeit“, die der Papst 2016 anlässlich des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit einmal im Monat jeweils an einem Freitag realisierte. Bei den diesmal besuchten Patienten handelt es sich um Menschen mit Sehbehinderung und andere, die von Geburt an blind sind. Franziskus traf auch Ärzte und Freiwillige der Einrichtung. Gegen 18 Uhr kehrte der Papst in den Vatikan zurück.

Die „Freitage der Barmherzigkeit“ waren – und sind – Ausdruck der sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit, die Papst Franziskus im außerordentlichen Heiligen Jahr mit Überraschungsbesuchen im Großraum Rom wieder ins Gedächtnis der Gläubigen zurückholte. Im Januar 2016 besuchte er Wachkoma-Patienten, die in einer Einrichtung ohne Krankenhaus-Anbindung von ihren Angehörigen betreut werden. Im Februar fuhr er in die Nähe seiner Sommerresidenz Castelgandolfo, die er nicht nutzt, und verbrachte Stunden mit jugendlichen Drogenkranken, die in einer kirchlichen Einrichtung von ihrer Sucht loszukommen suchen. Die nächste Verabredung galt Menschen mit Behinderung, danach machte Franziskus im Juni eine Stippvisite bei betagten Priestern in zwei verschiedenen Pflegeheimen.

Im August 2016 besuchte er Mädchen, die als Zwangsprostituierte in Italien gelandet und aus der Sklaverei befreit worden waren; von der Begegnung mit diesen Frauen war der Papst derart erschüttert, dass er ihnen drei Tage später zu Mariä Himmelfahrt die Befreiung durch „Hände“ wünschte, die sie „auf den Weg des Lebens führen, bis in den Himmel“. Im September 2016 sah man Franziskus in grüner Schutzkleidung in der Neugeborenen-Intensivstation eines römischen Krankenhauses, ein Baby im Arm, gleich danach besuchte er Sterbende in einem Hospiz. Im Oktober schaute der Papst im römischen SOS-Kinderdorf vorbei, im November fuhr er an den Stadtrand und besuchte einige ehemalige katholische Priester, die ihr Priesteramt aufgaben und heirateten.

Franziskus hofft auf den Nachahmungseffekt als bleibende Anregung aus dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit.

(rv 31.03.2017 mg/gs)

31/03/2017 17:31