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Italien: Reformen bei den Legionären Christi


Die Legionäre Christi haben ihr Außerordentliches Generalkapitel in Rom abgeschlossen. Damit endet nach dreieinhalb Jahren „eine wichtige Etappe des umfassenden Erneuerungsprozesses“ der Ordensgemeinschaft, heißt es in einer Medienmitteilung. Die Abgeordneten der Versammlung erarbeiteten eine neue Ordensregel, die nach der Genehmigung durch Papst Franziskus veröffentlich werden soll. Außerdem wurden acht Erklärungen verabschiedet, unter anderen zu den Themen charismatische Identität der Ordensgemeinschaft, Leitung, Gemeinschaftsleben sowie Verwaltung und Armutsgelübde. Neuer Ordensoberer ist der Mexikaner Pater Eduardo Robles Gil LC. Im vierköpfigen neuen Generalrat ist der Deutsche Sylvester Heereman LC vertreten. Ebenfalls aus Deutschland stammt der neue Generalprokurator Clemens Gutberlet LC.

Kardinal Velasio De Paolis sprach in der Predigt zum Abschluss des Generalkapitels von einer „Zukunft voller Hoffnung“ für die Legionäre Christi und die angeschlossene Laienbewegung Regnum Christi. De Paolis hatte im Auftrag Papst Benedikts ab 2010 die Legionäre Christi vorübergehend geleitet. Die Maßnahme war notwendig geworden, weil nach dem Tod des Gründers Pater Marcial Maciel Degollado dessen scharf unmoralisches Verhalten ans Licht gekommen war, was die Gemeinschaft in eine existenzielle Krise stürzte. An einem Punkt des Erneuerungsprozesses drohte der Legion sogar die Auflösung, wie Pater Eduardo Robles Gil in einem Interview nach seiner Wahl zum Ordensoberen bestätigte.

Die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi zählt heute nach eigenen Angaben vier Bischöfe und 984 Priester, die in 22 Ländern und 109 Niederlassungen tätig sind. Rund 2000 Ordensleute, Novizen und Aspiranten befinden sich in Ausbildung. Der Apostolatsbewegung Regnum Christ gehören weltweit 70.000 Mitglieder an.

(pm/rv 26.02.2014 gs)