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Papst: Gott liebt auch die schlimmsten Verbrecher


RealAudioMP3 Gott liebt nach den Worten von Papst Franziskus auch die schlimmsten Verbrecher. Beim Angelusgebet ging der Papst auf die Versöhnung ein, ausgehend vom Evangelium des 31. Sonntags im Jahreskreis über die Begegnung zwischen Jesus und Zachäus (Lk 19,1-10). Vor tausenden Pilgern und Besuchern sagte Franziskus auf dem Petersplatz:

„Jericho ist die letzte Etappe Jesu auf seinem Weg nach Jerusalem, einer Reise, die den Sinn seines ganzen Lebens zusammenfasst: Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Je mehr sich dieser Weg seinem Ende näherte, desto größer wurde die Feindseligkeit, der Jesus begegnete.“

Der Papst bezog sich auf den Zöllner Zachäus. Dieser sei ein verlorenes Schaf gewesen und verachtet, weil er ein Zöllner gewesen sei, also ein Verbündeter der damals verhassten römischen Besatzer.

„So ist dann Zachäus auf einen Baum gestiegen, da er kleinen Wuchses gewesen ist, um den Meister sehen zu können. Diese etwas lächerliche äußere Geste bringt jedoch einen inneren Akt des Mannes zum Ausdruck, der versucht, einen Kontakt mit Jesus zu haben. Jesus erkennt diese Geste und ruft ihm zu: ,Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.´ Dieser kleinwüchsige, von allen abgelehnte und von Jesus ferne Mensch war ja sozusagen in die Anonymität verschwunden. Doch Jesus ruft ihn.“

Jesus sei dann in Zachäus´ Haus gegangen, doch dies habe die Kritik der Leute hervorgerufen, „denn auch zu jener Zeit wurde viel geschwätzt“, fuhr Franziskus fort. Doch Gott sei der barmherzige und gütige Vater, so der Papst.

„Keine Sünde und kein Verbrechen kann in Gottes Herzen die Erinnerung an eines seiner Kinder auslöschen. Gott vergisst keines seiner Geschöpfe. Er wartet stets wachsam und liebevoll darauf, dass ein verlorener Sohn den Wunsch hat, nach Hause zurückzukehren. Sobald er diesen Wunsch bemerkt, erleichtert er den Weg der Umkehr, indem er die Sünden vergibt.“

Der Papst rief dazu auf, sich von Jesus beim Namen rufen zu lassen:

„In der Tiefe des Herzens wollen wir die Stimme hören, die sagt: ‚Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein’, das heißt in deinem Leben. Jesus kann uns verändern, er kann unser Herz aus Stein in ein Herz aus Fleisch verwandeln, er kann uns vom Egoismus befreien und aus unserem Leben ein Geschenk der Liebe machen. Lass dich von Jesus anblicken!“

(rv/kna 03.11.2013 mg)