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Chile: Erzbischof unterstützt Mapuche

Gehen für ihre Rechte auf die Straße: Mapuche - EPA

22/09/2017 15:59

In der chilenischen Stadt Concepcion haben Angehörige von inhaftierten Mapuche aus Protest die Kathedrale besetzt. Unterstützung erhalten sie in ihrem Anliegen nun von Erzbischof Fernando Chomali. Es sei ein „grundlegendes Problem“, dass dieses indigene Volk zu wenig Anerkennung bekomme, seine Kultur nicht respektiert werde und Landrechte nicht gelöst seien, so der Bischof. „Deshalb glaube ich, dass es an der Zeit ist, sich damit ernsthaft zu befassen“, sagte er gegenüber dem vatikanischen Fides-Dienst. Die Besetzung sei abgesprochen und man werde die Kathedrale nicht räumen lassen. Gleichzeitig zeigte er sich bereit, zwischen den Behörden und den Protestierenden zu vermitteln.

Zu Beginn der Woche waren noch drei Brandanschläge auf Kirchen mit den Mapuche in Verbindung gebracht worden. Die katholische Kirche gilt jedoch schon länger als Unterstützerin der Mapuche-Rechte, die seit 1860 immer weiter beschnitten wurden. Im Januar 2018 wird Papst Franziskus zu einem Besuch in Chile erwartet.

(fides 22.09.2017 nh)

22/09/2017 15:59