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Der Umwelt-Studiengang an den Papst-Universitäten im Detail

Der Umwelt-Studiengang soll in konkreten Einsatz für die Umwelt münden - ANSA

05/09/2017 11:05

Sieben Hochschulen, ein Diplom: An den Päpstlichen Universitäten von Rom kann man künftig Schöpfungswissenschaften studieren – oder so ähnlich. „Pflege des gemeinsamen Hauses“ heißt der Studiengang, und dahinter steht die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. Sie hatte nach mehr Anstrengungen in Sachen Umwelt- und speziell Klimaschutz gerufen, und darum haben sich die sieben Päpstlichen Universitäten der Ewigen Stadt zusammengetan und den neuen, auf fünf Jahre angelegten Studiengang entwickelt.

„Das gemeinsame Diplom soll Priesteramtskandidaten und Priester, Ordensleute, Katecheten und Seelsorger aus den Pfarreien Roms und des römischen Umlands, aber auch die Leiter von Jugendgruppen, Sozialarbeiter oder freiwillige Engagierte sensibilisieren und dazu ausbilden, einen neuen Lebensstil zu verbreiten.“ Das sagt uns der indische Pater Prem Xalxo von der Jesuiten-Universität Gregoriana, er koordiniert das Projekt. „Sie sollen wirklich die Vertreter neuer Werte sein; wir wollen eine Revolution der Werte, bei denen es um die Pflege unseres gemeinsamen Hauses geht. Das soll auch die Forschung, die Politik und die Wirtschaft beeinflussen.“

Am Ende des Parcours steht ein „Joint Diploma“, ein gemeinsames Diplom der sieben Päpstlichen Universitäten, in „Ecologia Integrale“, zu deutsch „Integrale Ökologie“. Der Studienparcours selbst hat sechs Stationen, sie orientieren sich an den sechs Kapiteln von Laudato si‘.

„Zunächst wird die Umweltproblematik in einem Frontalunterricht vertieft. Dann sollen sich die Studierenden im Selbststudium unter Anleitung auf den aktuellen Stand bringen, was den Ruin unseres gemeinsamen Hauses – so formuliert es Franziskus in seiner Enzyklika – betrifft. Am Schluss des Studiengangs sollen persönliche und gemeinschaftliche Initiativen zum Schutz des gemeinsamen Hauses entwickelt werden, die sich bald umsetzen lassen. Unser Ziel ist es, immer mehr Verantwortliche in der Kirche zu haben, die im täglichen Leben ein ökologisches Bewusstsein zeigen. Menschen, die auf den Schrei der Erde und den Schrei der Armen hören.“

Mit der Formulierung „gemeinsames Haus“ ist die Umwelt gemeint. „Über die Sorge für das gemeinsame Haus" heißt die enzyklika Laudato Si im Untertitel. 

(rv 05.09.2017 sk)

05/09/2017 11:05