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Vatikan: Jugendliche „suchen das Transzendente geradezu“

Jugend und aktiver Glaube: Beispiel Taizé - RV

24/07/2017 16:28

Der Generalsekretär der Bischofssynode, Lorenzo Baldisserri, bescheinigt Jugendlichen eine Suche nach dem Transzendenten. Das sagte Baldisseri in einem Interview für die aktuelle Ausgebe des Vorarlberger „KirchenBlatts“. Die Jugend verfüge über eine wichtige Eigenschaft, die Erwachsene oftmals verlernt hätten, so der Kurienkardinal: „Sie blicken ins Weite. Sie wollen bis an die Ränder des Horizonts sehen. Sie sehen über das, was rein der Welt gehört, hinaus. Sie suchen das Transzendente geradezu.“

Entsprechend wolle man bei der für Oktober 2018 angesetzten Jugendsynode auch auf die Jugendlichen hören und „den Kontakt zu den Jugendlichen herstellen und stabilisieren“, so Baldisseri. Das Ziel sei „Ehrlichkeit, Offenheit“; das gelte nicht nur für jene Jugendlichen, „die quasi zum internen Kreis der Kirche zählen, sondern vor allem für die, die uns fern stehen“. Ihre Zahl sei groß - und „wir müssen und wollen mit allen reden, wenn uns das gelingt. Das wäre mein Traum für die Synode“, so der Vatikanvertreter. 

Von zentraler Bedeutung für die Vorbereitung der Synode ist laut Baldisseri entsprechend der interaktive Fragebogen für die Jugendlichen, der seit zwei Wochen auch auf Deutsch aufrufbar ist (www.youth.synod2018.va). Erste Rückmeldungen würden zeigen, dass „Jugendliche nicht vor den Türen der Synode bleiben“ wollten.

Einzelbeiträge und Kleingruppenarbeit

Der Kardinal ging weiter auf das Prozedere der Synode ein. Die Jugendlichen würden als Hörer teilnehmen; es gebe die „Interventi“, in denen die teilnehmenden Jugendlichen vor der ganzen Versammlung sprechen könnten. „Und es wird - wie bei der Familiensynode auch - auch in kleineren Gruppen gearbeitet werden. Auch hier sollen sich die Jugendlichen einbringen und mitdiskutieren“, kündigte Baldisseri an.

Das Sprechen über und miteinander solle unter Zulassung der Sprache der Jugendlichen erfolgen, „zumindest wollen wir das“, sagte der Kardinal: „Natürlich, die Vorbereitungsdokumente wurden von Fachleuten in ihrer Fachsprache verfasst. Gleichzeitig haben wir aber auch eine Website eingerichtet, die sich in ihrer Sprache an Jugendliche richtet. Wir bemühen uns immer wieder, die Sprache der Jugend zu treffen beziehungsweise eine Sprache zu finden, die von allen akzeptiert und verstanden werden kann.“ Das gelte auch für die Sprache, zu der Papst Franziskus immer wieder finde. Denn seine Sprache sei einerseits auf einem sehr hohen Niveau, andererseits "doch nicht zu abstrakt intellektuell“.

Österreichische Teilnehmer noch offen

Wer bischöflicherseits Österreich bei der Synode vertritt, wurde noch nicht bekanntgegeben. Aktuell hat der Vatikan einen Fragebogen als Teil des offiziellen Vorbereitungsdokuments zur Beantwortung an die Bischofskonferenzen in aller Welt geschickt. Gemeinsam mit den zuständigen kirchlichen Fachstellen werden in Österreich die vier Bischöfe Franz Lackner (in der Bischofskonferenz zuständig für den Bereich Universitäten), Wilhelm Krautwaschl (Schule und Berufungspastoral), Anton Leichtfried (Geistliche Berufe) und Stephan Turnovszky (Jugend) diesen Fragebogen bearbeiten. Sie sind auch generell mit der Vorbereitung auf die Synode befasst.

(kap 24.07.2017 pr)

24/07/2017 16:28