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Somalia: Internationale Konferenz will Hungerkrise lösen

Kommt in London zur Geberkonferenz: die britische Premierministerin Theresa May - AFP

11/05/2017 11:35

In London treffen sich ab Donnerstag Vertreter aus der ganzen Welt, um Lösungen für die Krise in Somalia zu finden. Dabei geht es um die anhaltende Dürre und der daraus folgenden Hungerkrise in dem afrikanischen Land sowie um die gefährliche Sicherheitslage am Horn von Afrika.

Unter anderem werden UN-Generalsekretär Antonio Guterres, die britische Premierministerin Theresa May und der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed an der Geberkonferenz teilnehmen.  

Wohltätigkeits- und Hilfsorganisationen forderten vor der Konferenz, dass dem Land die Schulden erlassen werden, um so die Hungersnot zu lindern. Der Chef von „Save the Children“ Keven Watkins erklärte: „Somalia driftet weiter in eine vermeidbare Hungersnot.“ Würden die leidenden Menschen nicht frühzeitig und maßgeblich bei der Versorgung mit Ernährung, Medizin und Wasser unterstützt, drohe noch mehr Kindern die Unterernährung und sogar der Tod, warnt er. Außerdem will er auf er der Konferenz ein größeres finanzielles Engagement der Weltbank einfordern.

Das Kinderhilfswerk der Vereinigten Nationen Unicef prognostiziert, dass im Laufe des Jahres 275.000 Kinder in Somalia an schwerer Mangelernährung leiden werden. Insgesamt würden bis Juni 2,9 Millionen Somalier unter schwerer Lebensmittelknappheit leiden, so Unicef in seinem Appell an die Konferenzteilnehmer. Weil viele Familien in Somalia sich kein sauberes Trinkwasser leisten können, seien Krankheiten durch verunreinigtes Wasser eine große Gefahr für Kinder und Erwachsene. Unicef will mit Trinkwasser-Gutscheinen an die Bewohner besonders trockener Gebiete Durchfallerkrankungen und Cholera eindämme, forderte aber vor der Konferenz in London mehr Gelder von der Staatengemeinschaft.

Wegen der anhaltenden Dürre und der Hungersnot in Somalia haben bereits Hunderttausende, vor allem Frauen und Kinder, das Land verlassen und suchen Schutz in Nachbarstaaten Südsudan, Äthiopien und Kenia. Dort ist die Versorgungslage aber ebenfalls angespannt und auch hier drohen Hungersnöte.

(ap/pm 11.05.2017 fr)  

11/05/2017 11:35