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Farrell: Ehepastoral als „die wahre Revolution“

Kardinal Kevin Joseph Farrell

20/03/2017 14:58

Der Aufbau des neuen vatikanischen Dikasteriums für Laien, Familie und Leben ist auf gutem Weg. Das sagt sein Präfekt, der US-Kardinal Kevin Joseph Farrell. Im Gespräch mit der Zeitschrift „Vida Nueva“ spricht er von seiner Hoffnung, dass die neue Einrichtung „bald den universellen Charakter der Kirche gänzlich abbilden“ werde.

Farrell bekennt sich auch zu einer Rückverlagerung von Verantwortung weg von Rom, hin zu den Ortskirchen. „Diesen Aspekt probieren wir schon bei den derzeitigen ad-limina-Besuchen von Bischöfen verschiedener Länder aus“, die ersten Ergebnisse seien „zufriedenstellend“. Wörtlich sagt der Kardinal: „Wo eine Zentralisierung nicht nötig ist, sind die Ortskirchen wichtig.“

Evangelium ändert sich nicht

Grundlage der Arbeit seines Dikasteriums sei Franziskus’ Schreiben „Amoris Laetitia“. Auf die Debatte über „Amoris Laetitia“ angesprochen zitiert Farrell einen Satz des heiligen Papstes Johannes XXIII.: Nicht das Evangelium ändere sich, sondern wir verstünden es mit der Zeit immer besser. „So können wir auch sagen: Die Bedeutung der christlichen Ehe hat sich nicht geändert. Was sich ändern – was also wachsen und sich vertiefen – muss, ist die Pastoral, die Aufmerksamkeit der Kirche gegenüber der Familie.“ Darin bestehe „die wahre Revolution“. Nicht „Amoris Laetitia“ stürze die Familie in eine Krise; es sei „die Krise der Familie“, die die Kirche in Bewegung setze. An der Unauflöslichkeit der Ehe werde allerdings nicht gerüttelt.

Zu Trump: Angst gebiert Ungeheuer

Kardinal Farrell äußert sich in dem Interview auch zum Weltjugendtag 2019 in Panama. Natürlich werde das Januardatum Jugendlichen aus Europa eine Anreise schwer oder gar unmöglich machen. Doch er sei „zuversichtlich“, Jugendliche fänden doch immer einen Weg. Außerdem hätten Jugendliche in Mittel- und Südamerika um diese Zeit Ferien, sie könnten also kommen.

Auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump angesprochen gab sich Farrell zugeknöpft: Man müsse abwarten. „Sich verschließen“ sei „nie ein gutes Zeichen“, weil es „aus der Angst geboren“ sei, und die Angst gebäre „Ungeheuer“. Von einem baldigen Treffen Trumps mit dem Papst wisse er „nichts“.

(rv 20.03.2017 sk)

20/03/2017 14:58