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Fastenexerzitien: Ehepaar half bei Meditation mit

Der Papst und die Kurienspitze bei den Fastenexerzitien

09/03/2017 11:30

Eigentlich hält der Matthäus-Experte Franziskanerpater Giulio Michelini die Fastenexerzitien für den Papst und die römische Kurie in Ariccia, einem Dorf in den Albaner Bergen. Doch in seinem sechsten Beitrag kam jetzt indirekt auch ein Ehepaar zu Wort. Mariateresa Zattoni und Gilberto Gillini sind seit mehreren Jahren glücklich verheiratet, und ihr Seelsorger ist Pater Michelini. Wie er dem Papst und den Mitarbeitern der Kurie sagte, sei die Exegese der Heiligen Schrift „nicht nur den Geweihten und Theologen“ vorbehalten. Auch die Ehepaare und Familien hätten die Möglichkeit, viel beizutragen. Leider hätten diejenigen, die sich zur Exegese berufen fühlten – egal ob Laientheologen oder Geistliche – die Familien und Paare diesbezüglich nicht stark genug unterstützt.

Ausgangspunkt der Meditation, die also von drei Gläubigen verfasst wurde, war die Einstellung der Frau von Pontius Pilatus gegenüber Jesus und der Prozess gegen Christus (Mt 27, 11-26). Zuerst ging Pater Michelini auf die „Wahl, vor die Pilatus das Volk stellte“, ein. Jesus oder Barabbas: An dieser Frage des Pilatus zeige sich der ungeheuerliche Umgang mit Mitmenschen. Immer wieder sei es in der Menschheitsgeschichte zu solchen Momenten der „Qual der Wahl“ gekommen.

Der zweite von Pater Michelini genannte Punkt war dann der (schriftliche) Beitrag des Ehepaars. Dieses hob das „männlich dominierte Machtspiel“ von Pontius Pilatus hervor, das durch die „leise Stimme seiner Frau“ unterbrochen wurde. „Während die Männer ihr Spiel spielten, durfte sie als Frau sich nicht einmischen“, beobachtete das Paar. Doch die Ehefrau des Pilatus bringt jene Argumente ein, die „wahr“ seien. 

Drittens ging der Franziskanerpater dann auf fünf Träume ein, die in den Evangelien genannt werden. Da sei der Traum der Frau des Pilatus, aber auch die Träume des Joseph vor der Geburt Jesu und vor der Flucht nach Ägypten. Alle diese Träume verweisen laut Michelini auf den „Traum Gottes“: seinen Sohn zu schenken, um die Menschen zu retten. Doch Pilatus habe sich wie Herodes verhalten, er habe weder auf seine Frau noch auf die Träume gehört. Dadurch gewann zwar Macht, verlor aber alles.

(rv 09.03.2017 mg)

09/03/2017 11:30