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Angelus: Gott ist Quelle des Friedens

Papst beim Angelus - REUTERS

26/02/2017 12:51

Der barmherzige Gott ist nicht fern und unbekannt, sondern „Quelle der Ruhe und des Friedens“. Das sagte der Papst an diesem Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz vor tausenden Gläubigen und Gästen. Er rief jene Menschen auf, die sich einzig auf materielle und weltliche Dinge konzentrierten, stattdessen Gott aufzusuchen. Es sei nämlich eine Illusion, nur das Unmittelbare zu suchen. Gott hingegen sei ein „Fels unseres Heils“ und vor allem ein „Verteidiger vor dem Bösen“.

Ausgangspunkt seiner Ansprache vor dem Angelusgebet war das Tagesevangelium aus dem Matthäus-Evangelium (Mt 6,24-34). Da geht es um einen Teil der Bergpredigt, in der ein Aufruf an die Menschen gerichtet wird, Gott zu vertrauen. Der Schöpfergott kümmere sich um alle Lebewesen der Schöpfung. Konkret bedeutet dies: Jeden Tag sorgt Gott für jeden einzelnen Menschen und wacht immer über jedes Leben.

Leben besteht aus Hindernissen und Hürden

Doch das Leben eines Menschen bestehe auch aus Hindernissen und Hürden, die die Ruhe und die Balance bedrohten. Man müsse aber keine Angst haben. Jesus selber rufe dazu auf, keine Sorge um die Zukunft zu haben, denn jeder Mensch könne auf einen „liebenden Vater“ zählen, der „seine Kinder nie vergisst“. Doch dies bedeute wiederum auch nicht, auf naive Weise sorglos zu sein, denn Probleme würden von Gott nicht auf magische Weise gelöst. Vielmehr helfe der Glaube dazu, „mit der richtigen Einstellung“ die Probleme anzugehen.

Dann erläuterte der Papst, was Gott konkret sei, nämlich ein großer Freund und Verbündeter. Leider sei dies vielen Gläubigen nicht immer bewusst. Die Versuchung sei groß, stattdessen auf das Weltliche hinzuschauen und Gott beiseite zu schieben. Es sei gerade in dieser „Epoche der Verwaisung“ wichtig, Gott als Vater zu spüren, so der Papst. Diese „Verwaisung“ habe dazu geführt, dass viele auf mühselige Weise nach weltlichen Gütern ausgerichtet seien, doch dies führe zum Unglück. Jesus selber haben seinen Jüngern eine grundlegende Lebensweisheit mitgegeben: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (Mt 6,33)

Entweder Gott oder die Welt

Die beiden Optionen „Gott oder die Welt“ erfordern also eine klare Entscheidung, so der Papst. Entweder man glaube, dass nicht alles von uns abhänge sondern von Gott oder man wähle den „illusorischen Weg“ des Weltlichen. Denn in der Bibel stehe geschrieben: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Mt 6,24). Zu dieser Wahl zwischen „Gott oder die Welt“ seien alle aufgerufen und jeder müsse eine klare Antwort dazu geben. Auch müsse man die Antwort ständig erneuern, da das Leben voller Versuchungen sei, doch noch immer wieder alles auf Geld, Lust und Macht zu setzen.

Auch warnte der Papst, dass die Wahl für Gott nicht sofort ihre Früchte zeige. Vielmehr müsse man Geduld und Hoffnung haben, dass Gott alles verwirklicht, „wie es sein soll“, denn die christliche Hoffnung richte sich auf die künftige Erfüllung der Verheißung Gottes.

(rv 26.02.2017 mg)

26/02/2017 12:51