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Peru: Missbrauchsfälle in katholischer Laienbewegung

Missbrauchsfälle in einer katholischen Laienbewegung in Peru - AP

16/02/2017 14:31

In der peruanischen Laienbewegung „Sodalitium Christianae Vitae“ ist es zu sexuellem Missbrauch an minderjährigen und erwachsenen Mitgliedern gekommen. Auch der Gründer der Bewegung, Luis Fernando Figari, ist unter den mutmaßlichen acht Tätern, wie aus einem Brief des heutigen Oberen Alessandro Moroni Labrés hervorgeht. Moronis Schreiben ist dem am Dienstag veröffentlichtem Untersuchungsbericht zu den Missbräuchen vorangestellt. Die vatikanische Ordenskongregation hatte dem Gründer Ende Januar per Dekret den Kontakt zu der Gemeinschaft verboten; die Gemeinschaft veröffentlichte das Schreiben aus dem Vatikan auf ihrer Webseite. Insgesamt seien 19 Minderjährige und 17 Erwachsene den sexuellen Übergriffen innerhalb der katholischen Bewegung zum Opfer gefallen. Der mutmaßlich letzte Vorfall ereignete sich im Jahr 2000. In seinem Brief bat Moroni die Betroffenen erneut um Vergebung.

„Sodalitium Christianae Vitae“ wurde 1971 in Peru gegründet und 1997 von Papst Johannes Paul II. als Gemeinschaft apostolischen Lebens anerkannt. Bis 2010 war Figari Leiter der Organisation, gab diese aber aus gesundheitlichen Gründen auf, wie es hieß. Eine Apostolische Visitation unter der Leitung von Bischof Pablo Urcey, Prälat der Territorialprälatur Chota in Nordperu, begann im April 2015.

(pm 16.02.2017 dh)

16/02/2017 14:31