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Papstbrief: „Kirche braucht auch die Zweifel der Jugend“

Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Krakau 2016 - ANSA

13/01/2017 11:40

Papst Franziskus hat einen persönlichen Brief an Jugendliche geschrieben. Darin lädt er sie dazu ein, mutig gegen die herrschende Wegwerfkultur vorzugehen und der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ nicht das Feld zu überlassen. Die Welt brauche die Leidenschaft der jungen Menschen für eine bessere Welt, und die Kirche sei angewiesen nicht nur auf den Glauben der Jugendlichen, sondern auch auf ihre Zweifel und ihre Kritik. Der Papst schrieb den Brief anlässlich der nächsten Weltbischofssynode, die sich im Oktober 2018 mit Jugendlichen, Glaube und Berufungsentscheidung beschäftigen wird. Eine bessere Welt werde dank des Wirkens und der Sehnsüchte von Jugendlichen Wirklichkeit, schreibt Franziskus. Beim Weltjugendtag habe er die Mädchen und Jungen gefragt, ob sich die Dinge ändern können, und alle hätten ein lautes „Ja!“ gerufen. „Dieser Schrei entspringt Eurem jugendlichen Herzen, das die Ungerechtigkeit nicht erträgt“, so der Papst. „Hört auf diesen Schrei, der aus Eurem Inneren aufsteigt!“

Doch nicht nur die Welt brauche die jungen Menschen, sondern auch die Kirche, fuhr Franziskus fort. „Auch die Kirche möchte auf Eure Stimme hören, auf Eure Sensibilität, auf Euren Glauben, ja auch auf Eure Zweifel und Eure Kritik. Lasst Euren Schrei hören, lasst ihn in den Gemeinschaften erschallen und bis zu den Hirten gelangen.“

Die kommende Weltbischofssynode wurde an diesem Freitag im Vatikan vorgestellt. Es ist die dritte Synode im Pontifikat von Papst Franziskus. Die ersten beiden widmeten sich Fragen der Ehe und Familie und mündeten in das päpstliche Schreiben „Amoris Laetitia“.

(rv 13.01.2017 gs)

13/01/2017 11:40