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Angelus zum Epiphanienfest: „Auf, sucht das Licht!“

Beim Angelus zum Hochfest Epiphanie - REUTERS

06/01/2017 12:20

Es war ein Mittagsgebet mit Geschenken und Tipps vom Papst: Nach der Messe zum Hochfest der Erscheinung des Herrn betete Franziskus mit rund 35.000 Gläubigen und Besuchern auf dem Petersplatz den Angelus. Zum Festtag gab es vom Papst für alle Pilger auf dem Platz ein Büchlein über die Barmherzigkeit; Obdachlose, Flüchtlinge, Ordensleute und freiwillige Helfer verteilten die Exemplare, danach ließ Franziskus an die 300 Bedürftigen an diesem sonnig-kalten Feiertag Pakete mit Getränk und Tramezzino verteilen. Zuvor erinnerte der Papst daran, dass ein Christ nicht nur „ab und zu“ an Jesus denken und beten, sondern ihm das eigene Leben ganz widmen soll.

Epiphanie sei ein Sinnbild für das „Fest des Lichtes“ und bei diesem Licht handele sich um den Herrn. Gerade am Dreikönigstag werde jeder Gläubige eingeladen, wie die Sterndeuter sich auf den Weg zu machen und sich vom Licht leiten lassen, das zu Gott führe. Dieses Licht – der Stern der biblischen Erzählung - wolle das Leben jedes Menschen erleuchten. Jeder sei frei, diesen Stern zu wählen, und da dieser „nicht von dieser Welt“ sei, könne sein Licht auch nie erlöschen. Vielmehr komme es vom Himmel und leuchte in die Herzen der Menschen. Man müsse keine Angst vor diesem Licht haben, ermunterte Franziskus.

Wer sich wie die Sterndeuter auf dem Weg mache, müsse also hinausgehen und das Licht aufsuchen - was auch Gefahren berge. „Das christliche Leben ist ein ständiger Weg, der aus Hoffnung und Suche besteht“, so der Papst. Die größten Gefahren seien oberflächliches und weltliches Geschwätz, Egoismus und Pessimismus. Es nütze nichts, wenn man zwar wisse, dass Gott Mensch geworden und geboren ist, wenn man dies aber nicht im Herzen spüre noch feiere.

Wer hingegen dies erkennt, der trete wie die Sterndeuter, die das Kind gefunden und angebetet hätten, in die „Gemeinschaft der Liebe“ ein. „Lernen wir also eines von den Sterndeutern: Jesus unsere Gedanken zu schenken - und nicht nur ein wenig von unserer Zeit, denn irgendwo anders werden wir sein Licht nicht finden.“

Nach dem Angelusgebet erinnerte der Papst daran, dass viele Christen am 7. Januar Weihnachten feiern, die Brüder und Schwestern jener Kirchen nämlich, die dem Julianischen Kalender folgen. Ihnen allen wünschte Franziskus ein frohes Fest Christi Geburt. Auch erinnerte er daran, dass an diesem Donnerstag die katholische Kirche die Kindermission feiert. Dabei handelt es sich um Projekte nach Art der Sternsinger, bei denen Kinder und Jugendliche andere Gleichaltrige unterstützen und ihnen helfen. Einen besonderen Gruß richtete Franziskus an die italienischen Folklore-Gruppen, die jeweils zum Epiphanienfest Solidaritätsaktionen durchführen.

Das Büchlein, das auf dem Petersplatz verteilt wurde, trägt den Titel „Icone di Misericordia“, zu Deutsch „Ikonen der Barmherzigkeit“. Es enthält einige Anregungen zu Gebet und Meditation über die unendliche Barmherzigkeit Gottes.

(rv 06.01.2016 mg)

06/01/2017 12:20