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D: Erzbischof Schick fordert Reduktion der deutschen Waffenindustrie


Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur zur deutschen Rüstungsexport-Politik geäußert und eine Reduktion der Waffenproduktion gefordert. „Wer Waffenproduktionen fördert, wird für Friedensinitiativen unglaubwürdig“, sagte Schick.Durch eine Einschränkung der Produktion sowie des Handels mit Waffen müssten ihm zufolge keineswegs Arbeitsplätze verloren gehen. Vielmehr müssten die betroffenen Betriebe umgestaltet werden, um „Friedensinstrumente“, beispielsweise landwirtschaftliche Geräte und technischen Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in Afrika, herstellen zu können.

Schick bezog sich in seiner Aussage auf eine derzeit in Deutschland stattfindende Debatte, nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigt hatte, weniger Rüstungsexporte genehmigen zu wollen. Unionspolitiker, darunter Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, sowie Gewerkschaftsvertreter kritisierten dieses Vorhaben und wiesen in diesem Zusammenhang auf die 200.000 Arbeitsplätze in der deutschen Rüstungsindustrie hin.

(kna 28.07.2014 kp)