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Philippinen: Kirche schockiert über Mord an Priester

Immer wieder kommt es auf den Philippinen zu ungeklärten Todesfällen unter geistlichen. Hier das Bild von Fausto Tentorio, ermordet 2011 - EPA

05/12/2017 11:33

Der Mord an dem pensionierten Priester Marcelito Paez schockiert die Kirche auf den Philippinen: „Paez war nicht nur in seiner Diözese, sondern auch im Land als Anwalt für Menschenrechte, Frieden und Gerechtigkeit bekannt," erklärte der Generalsekretär der Organisation „Promotion of Church People's Response“ (PCPR), Nardy Sabino, nach der Tat. Auch Bischof Roberto Mallari, katholischer Bischof des zuständigen Bistums San Jose, verurteilte die Tat. Paez hatte sich nicht nur für die PCPR engagiert, sondern war auch Vorstandsmitglied der Landmissionare der Philippinen (RMP), die sich für Bauern und indigene Völker einsetzt. Der Geistliche war nur wenige Stunden, nachdem er die Freilassung eines politischen Gefangenen ermöglicht hatte, in der Provinz Nueva Ecija auf der Insel Luzon auf offener Straße erschossen worden.

Erst am 3. Dezember ist der Priester Lovelito Quinones erschossen worden. Die Polizei gab an, ihn in einem Feuergefecht getötet zu haben, nachdem sie ihn als Mitglied der Neuen Volksarmee (NPA) identifiziert hatte. Kritiker bezweifeln diese Version jedoch und sehen einen Zusammenhang zwischen Menschenrechtsaktivitäten und Angriffen auf Menschenrechtler und Geistliche.

Die Polizei werde alles tun, um die Tat aufzuklären, betonte Harry Roque, Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte, in einer auf der Webseite der staatlichen Nachrichtenagentur PNA veröffentlichten Erklärung. Zugleich warnte er davor, das Attentat vorschnell als  „politischen Mord" zu deklarieren. Der Präsident hatte zuvor angedroht, gegen legale Aktivistengruppen vorzugehen. Sein Sprecher hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass Gruppen und Einzelpersonen, die mit der Untergrundbewegung paktierten, als Ziele betrachtet würden. Duterte soll Soldaten die Vollmacht gegeben haben, unbewaffnete Zivilisten zu erschießen, wenn sie sich bedroht fühlen.

(ucanews 05.12.2017 sh)

05/12/2017 11:33