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D/Ägypten: Kardinal Marx betet für Anschlagsopfer

Kardinal Reinhard Marx - EPA

24/11/2017 18:26

Kardinal Reinhard Marx betet für die Opfer des verheerenden Anschlags im Norden des Sinai, bei dem etliche Menschen ermordet wurden. „Die Bilder dieses Massakers erschüttern mich, und ich empfinde es als besonders bedrängend, dass gezielt das Leben von Betenden angegriffen und ausgelöscht wurde“, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz in einer am Abend verbreiteten Presseerklärung. „Mein Gebet gilt allen, die bei dem abscheulichen Anschlag den Tod gefunden haben, und ebenso ihren Angehörigen. Wir Christen verbinden uns im Gebet mit allen Glaubenden, Christen und Muslimen, die sich der Logik von Hass und Vernichtung mit Entschiedenheit entgegenstellen. Wir beten für das friedliche Zusammenleben aller Menschen, gleich welcher Religion, Herkunft oder Weltanschauung sie sich verpflichtet wissen. Wer im Namen der Religion tötet, handelt blasphemisch!“

Der Anschlag in der ägyptischen Provinz Al-Arisch im Nordsinai ereignete sich während der muslimischen Freitagsgebete. Den Berichten zufolge explodierte zunächst ein Sprengsatz in der Moschee einer Sufi-Gemeinschaft. Anschließend sollen bewaffnete Männer auf die Beter geschossen haben. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi berief ein Krisentreffen ein. Für den Nordsinai wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Zahl der Todesopfer stieg bis zum Abend auf über 200, mehr als 100 weitere Personen wurden verletzt.

(pm/kna 24.11.2017 pr)

24/11/2017 18:26