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Chile: Brandanschlag als Protest gegen Papstbesuch

Protest gegen Polizeigewalt nach dem Tod eines Mapuchen - AFP

13/11/2017 10:37

In Chile haben Unbekannte einen Brandanschlag auf einen Bus verübt. Eine Protestbotschaft gegen Papst Franziskus fand sich am Tatort. Der Papst wird im Januar nach Chile reisen. Wie chilenische Medien berichteten, drangen vier bewaffnete Männer in den Bus ein und verlangten die Aushändigung des Fahrzeugs. Der Vorfall ereignete sich in Ercilla in der Provinz La Araucania, im Siedlungsraum der Mapuche-Indigenen. Zwar fehlt ein offizielles Bekennerschreiben, aber chilenische Medien vermuten radikale Mapuche hinter dem Anschlag.

Die Mapuche sind eine Bevökerungsgruppe im Süden Chiles. Sie mussten seit der Unabhängigkeit des Landes Entrechtungen und Repressionen erleiden. Einige Mapuchen zählen auch Kirchenvertreter zu den Unterdrückern. Erst in den letzten Jahren setzte eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur ein.

(KAP 13.11.2017 sh)

13/11/2017 10:37