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Syrien: Rechte der Rückkehrer

Was von Raqqa übrig bleibt - AP

22/10/2017 13:38

Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hat ihre Hochburg Raqqa in Syrien verloren. Menschenrechtsorganisationen und Hilfswerke sind in jene Stadt gelangt, um den Hinterbliebenen und der Zivilbevölkerung zu helfen. Auch die katholische Kirche ist an vorderster Front, wie Bruder Raimondo Girgis, Franziskaner in Damaskus, gegenüber Radio Vatikan sagt. Es herrsche „eine gewisse Stabilität“ in jener Region um Raqqa. „Es gibt Strom und Wasser und zum Glück gibt es keine Bombenangriffe mehr“, so der Franziskaner. Dasselbe gelte auch für die Stadt Aleppo, wo „das normale Leben“ zurückkehrt, so Girgis. „Anders sieht es aber in der Stadt Idlib aus, die im Nordwesten des Landes liegt. Dort wird weiterhin gekämpft“, berichtet der Franziskaner.

Positiv bewertet er, dass die syrische Regierung eine Aufwertung der Lokalwährung eingeführt habe. Das sei ein positives Signal, so Girgis.

„Dies ist positiv für unser Land, weil es uns zeigt, dass wir nun in die Zukunft blicken. Ein Wendepunkt war sicherlich die jüngste Befreiung Raqqas von den Dschihadisten. Jetzt können wir mit Zuversicht auf einen friedlichen Weg in die Zukunft blicken.“

Es sei jedoch noch etliches zu tun. Syrien brauche jetzt „die Kraft der Wiederversöhnung“. Die Christen ihrerseits hätten sehr viel gelitten während der Belagerung der Dschihadisten. „Die Christen möchten hier bleiben und mithelfen, das Land wieder aufzubauen. Die Situation ändert sich derzeit und viele, die geflüchtet sind, wollen wieder zurückkehren. Nachdem wir in der Vergangenheit von den Rechten der Flüchtlinge gesprochen haben, müssen wir nun von den Rechten der Rückkehrer sprechen.“

Die sei, so Bruder Raimondo Girgis, der nächste große Schritt Richtung „Normalisierung des Alltags“ in Syrien.

(rv 22.10.2017 mg)

22/10/2017 13:38