Artikel lesen Zum Menü

Social Networks:

RSS:

Radio Vatikan

Die Stimme des Papstes und der Weltkirche

Andere Sprachen:

Vatikan \ Initiativen und Kongresse

Erzbischof Paglia würdigt Wirken von Kardinal Caffarra

Kardinal Caffarra+ - ANSA

12/10/2017 14:59

Kohärenz mit der Gründungsidee und Lebendigkeit bei der Antwort auf neue Herausforderungen: das sind für Erzbischof Vincenzo Paglia die hervorstechendsten Eigenschaften des „Päpstlichen Theologischen Institutes Johannes Paul II. für Studien zu Ehe- und Familie“. Dessen Wirken sei aufs Engste mit der Person seines ersten Präsidenten verbunden, betonte der Großkanzler des erst vor Kurzem neu aufgestellten Instituts bei einer Messe in Erinnerung für Kardinal Carlo Caffarra an diesem Mittwoch. Der Kardinal, der von Johannes Paul II. im Jahr 1981 mit der Gründung des Institutes betraut worden war, ist im Alter von 79 Jahren am vergangenen 6. September verstorben.

Es sei schwer, sich das Institut ohne den Einsatz Caffarras vorzustellen, betonte Paglia in seiner Predigt. Denn dieser habe eine „theologische und pastorale Kultur“ gefördert, die es im Leben der Kirche „maßgeblich“ werden ließ, so der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Die Ausrichtung des Institutes stehe, so Paglia, in der vom Konzil ausgehenden Tradition einer vertieften Beschäftigung mit Ehe und Familie, für die sich auch der heilige Johannes Paul II. – erst bei der Abfassung des Konzilsdokumentes Gaudium et Spes und anschließend als Papst - besonders eingesetzt habe. Caffarra hatte die Einrichtung vierzehn Jahre lang geleitet, bis er vom Papst als Erzbischof von Ferrara-Comacchio berufen wurde. 

Im vergangenen September hatte Papst Franziskus eine Neugründung unter dem Namen „Päpstliches Theologisches Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaft“ vorgenommen. Dieses soll nun die katholische Lehre zu Ehe und Familie im Sinn von „Amoris Laetitia“ auf wissenschaftlicher Ebene vertiefen.Carlo Caffarra war einer der vier Kardinäle, die im September 2016 den Papst in ihrem als „Dubia“ bezeichneten Schreiben dazu aufgefordert hatten, zu in ihren Augen strittigen Punkten in seinem Postsynodalen Schreiben Amoris Laetitia Stellung zu nehmen.

(rv 12.10.2017 cs)

12/10/2017 14:59