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Kardinal Marx: Keine unbegrenzte Aufnahme von Migranten

Kardinal Marx - EPA

10/10/2017 14:28

Die katholische Kirche in Deutschland fordert keine unbegrenzte Aufnahme von Migranten. Dies betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Dienstag vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Eine unbegrenzte Aufnahme könne es schon aus rein praktischen Gründen nicht geben, erklärte Marx. Wesentlich sei die Frage, wie man den wachsenden Zustrom humanitär gestalten könne.

Zugleich unterstrich der Kardinal die kirchliche Forderung des Rechts auf Familiennachzug für Flüchtlinge. „Wer auf Dauer hier ist, muss seine Kinder oder Ehegatten nachholen können, das ist ethisch geboten.“ Nur in äußerster Not könne man Familien zur Trennung zwingen. Familiennachzug zu ermöglichen, sei auch eine Frage der Klugheit, weil er der Integration diene.

Zugleich hinterfragte der Münchner Erzbischof das am Sonntag von CDU und CSU ausgehandelte Zahl von 200.000 humanitär begründeten Netto-Zuwanderungen pro Jahr. Er wisse nicht, wie diese Zahl errechnet worden sei und wie sie begründet werde, sagte Marx. Eine Obergrenze halte er nach wie vor nicht für ein geeignetes Instrument, um die Flüchtlingsfrage zu lösen.

(kna 10.10.2017 pr)
 

10/10/2017 14:28