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UNO: 8.000 Kinder in Konflikten getötet oder verstümmelt

Szene in Bangladesch - AFP

06/10/2017 09:03

Erschreckende Zahlen: Mehr als 8.000 Kinder sind einem Bericht der UNO zufolge im vergangenen Jahr in bewaffneten Konflikten getötet oder verstümmelt worden. Anlässlich der Veröffentlichung des jährlichen UN-Berichts zur Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten nannte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag in New York diese Angriffe auf Kinder „inakzeptabel“.

Der Bericht nennt einzelne Länder. An oberster Stelle steht Afghanistan, in dem mindestens 3.512 Kinder bei Konflikten getötet oder verstümmelt wurden. Das waren rund 25 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Weitere für Kinder besonders gefährliche Länder sind der Jemen mit 1.340 dokumentierten Fällen sowie Syrien mit 1.299 Fällen.

Hunderte Kinder wurden 2016 in Konflikten als Soldaten rekrutiert oder waren sexueller Gewalt oder Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt, heißt es in dem Bericht weiter. Dafür waren nicht nur staatliche Einrichtungen verantwortlich, sondern auch Organisationen. In dem Bericht werden Einrichtungen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen aufgelistet.

Wie Nachrichtenagenturen berichten, steht erstmals auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf der „schwarzen Liste“, da sie die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstütze und somit aktiv in dem Konflikt beteiligt sei. Im vergangenen Jahr hatte der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Saudi-Arabien nach Druck aus dem Land wieder von der Liste gestrichen. Menschenrechtsorganisationen begrüßten, dass das Land nun auf der Liste stehe. Damit habe UN-Generalsekretär Guterres „das Richtige getan”, hieß es beispielsweise von der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“.

(ap/pm/reuters 06.10.2017 mg)

06/10/2017 09:03