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Kritik an Zurechtweisung des Papstes: „Dirty Campaigning“

Das apostolische Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus - RV

05/10/2017 15:24

Die Art der Kritik erinnere ihn sehr an ein „Dirty Campaigning“. Mit deutlichen Worten kritisiert der Salzburger Theologe Prof. Dietmar Winkler die „brüderliche Zurechtweisung“, die einige Theologen und Bischöfe an Papst Franziskus adressiert haben. Inhaltlich sei die „Correctio“ indiskutabel, da sie „an der heutigen kirchlichen und gesellschaftlichen Realität völlig vorbei geht“, unterstrich Winkler. Insofern zeige die Papstkritik, dass offenbar „trotz theologischer Ausbildung und Studiums theologisches Denken und Reflektieren bis in Kardinalsränge nicht jedem gelingt“ - mehr noch sei die „Correctio“ ein „schönes Beispiel für mangelnde Hermeneutik“ und ein Zeichen dafür, dass „manche in unserer Kirche mit der Pluralisierung der Lebenswelten nicht zurande kommen“.

Das papstkritische Schreiben „Correctio filialis de haeresibus propagatis“ (Kindliche Zurechtweisung wegen der Verbreitung von Häresien) hatte sich Ende September vor allem über traditionalistische Blogs verbreitet. Es heißt darin, der Papst habe durch sein Dokument „Amoris laetitia“ und weitere Aussagen häretische Positionen zur Ehe, Moral und Sakramentenempfang vertreten. Schuld an diesem Einfluss seien vor allem der Modernismus, der sittliche Wahrheiten relativiere, sowie der Einfluss des „Häretikers“ Martin Luther auf das Denken von Franziskus.

(kap 05.10.2017 nh)

05/10/2017 15:24