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Papst Franziskus \ Reisen

Papst in Bologna: Die drei „P“, die uns gut tun

Papst in Bologna - REUTERS

01/10/2017 17:29

Da, wo normalerweise am Sonntagnachmittag der FC Bologna Tore schießt, hat Papst Franziskus mit tausenden Gläubigen eine Messe zum Abschluss seiner eintägigen Reise gefeiert. Neben dem Altar im Stadion Dall´Ara stand eine Marienikone aus der Stadt, die Madonna von San Luca. In seiner Predigt ging der Papst auf diese Ikone ein. Die mütterliche Zärtlichkeit helfe das „lebendige Wort Gottes“ besser zu verstehen. Das Tagesevangelium aus dem Matthäus-Evangelium (Mt 21, 28-32) spricht über das Gleichnis Jesu, das er an den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes richtete und in der es um die zwei Söhne geht, die im Weinberg des Herrn arbeiten mussten. Nur der zweite Sohn ging hin, wenn auch mit Widerwillen. Dieses Gleichnis sei auch heute noch gültig, so der Papst. „Es gibt kein christliches Leben, das einfach so geführt wird“, so der Papst.

Bescheidenheit und Blick auf den Herrn

Das christliche Leben sei ein Weg, den man mit Bescheidenheit und immer mit Blick auf den Herrn führen sollte. Das Schlüsselwort sei „Reue“, man müsse bereit sein, ein „Nein“ gegenüber Gott zu einem „Ja“ zu verwandeln. Man könne auswählen: Entweder man bleibe ein „heuchlerischer Sünder“ oder man wähle stattdessen den Weg des „reuigen Sünders“. Der Herr suche genau diese Menschen auf.

Verhältnis Eltern/Kind

Das Gleichnis gehe auch ein aktuelles Thema ein und zwar das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Es sei wichtig, dass immer ein Dialog innerhalb der Familie da sei. Drei Stichwörter wolle er den Gläubigen mitgeben, so der Papst, die im Italienischen alle mit dem Buchstaben „P“ beginnen: Parola – das Wort Gottes – solle zum Richtungshinweis auf dem Weg des Herrn sein. Pane – das Brot – soll durch die Eucharistiefeier der Treffpunkt mit dem Herrn sein und die Einheit mit der Kirche stärken. Das dritte Stichwort lautete „Poveri“ – die Armen. Wer mit ihnen ist, der treffe Jesus. Auch müsse man selber bereit sein, alles aufzugeben, um den Herrn aufzusuchen.

Danke und Auf Wiedersehen

Der Gastgeber, Erzbischof Matteo Zuppi, dankte dem Papst für den Besuch und die vielen schönen Impulse, die Franziskus mitgegeben habe. Nach dem Gottesdienst kehrte der Papst um ca. 19 Uhr per Hubschrauber nach Rom zurück.

(rv 01.10.2017 mg)

01/10/2017 17:29