Artikel lesen Zum Menü

Social Networks:

RSS:

Radio Vatikan

Die Stimme des Papstes und der Weltkirche

Andere Sprachen:

Kirche \ Die deutschsprachige Kirchen

Weltfriedenstreffen: „Auf jeden Fall ändern sich die Dinge“

Sant'Egidio-Gründer Andrea Riccardi beim Friedensgebet in Assisi im September 2016 - AP

06/09/2017 14:49

Während Papst Franziskus in Kolumbien für Frieden und Versöhnung eintreten wird, stehen am Wochenende die Städte Münster und Osnabrück ganz im Zeichen desselben Anliegens: ab Sonntag beginnt dort das Weltfriedenstreffen, das von der katholischen Gemeinschaft Sant´ Egidio gemeinsam mit den Bistümern Münster und Osnabrück veranstaltet wird. Rund 5.000 Menschen werden sich vier Tage lang bei Vorträgen und Diskussionen mit unterschiedlichen Aspekten von Frieden beschäftigen.

An der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Sonntag um 16 Uhr in der Halle Münsterland werden neben Bundeskanzlerin Angela Merkel internationale Vertreter der großen Religionen sowie von Politik und Kultur teilnehmen, darunter der Großimam der Al Azhar-Universität in Ägypten, Ahmad Muhammad Al-Tayyeb, und der Präsident der Republik Niger, Mahamadou Issoufou.

Die Basisgemeinschaft Sant´Egidio, die das Friedenstreffen organisiert, sei nicht naiv. Man könne mit solchen Treffen durchaus viel bewirken, davon ist auch Klaus Reder von Sant’Egidio Deutschland überzeugt, wie er der Pressestelle des Bistums Münsters sagte:

„Auf jeden Fall ändern sich Dinge. Ich möchte bloß die Einstellung zum Thema Todesstrafe nennen. Der gemeinsame Kampf der Religionen für die Abschaffung der Todesstrafe ist hier zu nennen. Oder ein anderes Thema ist Aids. Wir haben hier auf dem Treffen und auch bei der ganz konkreten Arbeit sehr viel Bewusstsein geschaffen für dieses Thema und Hoffnung. Aids ist heute eine andere Krankheit – immer noch eine ganz schlimme – , aber mit einer anderen Perspektive. Ein weiteres Beispiel ist die Registrierung aller Menschen im Geburtsregister. Das sind drei Beispiele, wo man sagen kann: es gibt zwar weiterhin Kriege und Gewalt, aber es gibt auch positive Schritte. Der Dialog ist die einzige Möglichkeit, etwas zu verändern. Dialog bringt auch Änderungen voran.“

Das Friedenstreffen endet am 12. September in Osnabrück. Nach Friedensgebeten in unterschiedlichen religiösen Traditionen und einer Friedensprozession von den Gebetsorten zum Marktplatz findet dort die Schlussveranstaltung statt.

(pm 06.09.2017 mg)

06/09/2017 14:49