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Papst an Koreas Religionsführer: Bete beständig für Frieden

Papst traf koreanische Delegation

02/09/2017 13:46

Korea braucht Frieden und keine Gewalt. Das sagte der Papst an diesem Samstag vor koreanischen Religionsführern. Franziskus empfing eine rund 20köpfige Delegation im Vatikan, die sich für den interreligiösen Dialog auf der koreanischen Halbinsel stark macht.

In seiner Ansprache rief Franziskus auf, jeder möge für die Gewaltfreiheit in Korea einstehen. Die Religionsführer sollten konkret – also in Worten und Gesten – der „Sprache der Angst“ und der „Rhetorik des Hasses“ entgegenwirken. Gleichzeitig versicherte er, dass er „beständig für den Frieden und Versöhnung“ für das koreanische Volk bete.

Auch erinnerte der Papst daran, dass sich die katholische Kirche insbesondere seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil für den „meist schwierigen Weg des Dialogs“ einsetze. Es gehe vor allem darum, Gemeinwohl und Frieden durch die Zusammenarbeit mit anderen Religionen zu schaffen. Dazu bedarf es einer Offenheit, aber auch einer gegenseitigen Achtung des Rechts auf Leben, Unversehrtheit und Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit.

Die Religionen hätten eine große Verantwortung, denn die Menschheit verlange von ihnen Antworten auf die Probleme der Welt. Deshalb erwarte man auch ein gemeinsames Engagement, um beispielsweise die Menschenwürde zu achten oder konkrete Probleme wie Hunger und Armut zu bekämpfen. Auch gehöre eine Absage an Gewalt dazu. Keine Religion könne Gewalt „im Namen Gottes“ gutheißen, denn damit werde Gott „verunehrt und die Religion entweiht“. Die Religion sei auch da, um Korruption und Gesellschaftskrise zu bewältigen. Die heutige Welt erlebe besonders eine „Krise der Familie, der Wirtschaft, der Ökologie und nicht zuletzt der Hoffnung“, so der Papst.

Die koreanische Delegation wurde vom Vorsitzenden der Koreanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Kim Hee-jong, geleitet. An der Reise nach Rom nahmen Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften des asiatischen Landes teil. Die Bischofskonferenz Koreas repräsentiert nur die Kirche Südkoreas; im Norden ist jede kirchliche Betätigung verboten.

(rv 02.09.2017 mg)

02/09/2017 13:46