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Österreich: Kardinal Schönborn zum Opferfest

Muslime beim Morgengebet zum Opferfest in Kairos al-Sedik-Moschee - AFP

01/09/2017 10:52

Anlässlich des islamischen Opferfestes an diesem Freitag hat der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn die gemeinsamen Wurzeln der großen monotheistischen Religionen betont. In seiner wöchentlichen Kolumne in der Zeitung „Heute“ erklärt er, das Opferfest, arabisch Eid al-Adha, verweise mit Abraham auf den gemeinsamen Stammvater von Christentum, Islam und Judentum. „Abraham hat Gott so sehr vertraut, dass er bereit war, ihm alles hinzugeben, sogar seinen eigenen Sohn“, so Schönborn über die Hintergründe des Festes. „Gott will aber nicht, dass der Sohn geopfert wird, sondern dass Abraham ihm ganz vertraut.“ Alle Menschen können von diesem Gottvertrauen lernen, meint der Bischof: „Was du besitzt, hast du von Gott. Sei also großzügig, freigiebig, gastfreundlich. Denn vor Gott sind wir Menschen alle gleich.“ Das Opferfest sei deshalb ein guter Anlass, die spirituellen Reichtümer anderer Religionen kennenzulernen.

(rv 01.09.2017 jm)

01/09/2017 10:52