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Sierra Leone: Über 400 Tote nach Schlammlawine

Helfer suchen in Regent nach Verschütteten - AP

16/08/2017 10:39

Nachdem eine verheerende Schlammlawine am Montag Außenbezirke von Sierra Leones Hauptstadt Freetown unter sich begrub, wurden inzwischen mehr als 400 Tote geborgen. Hunderte werden noch vermisst. Nach Angaben von Reuters handelt es sich um die schlimmste Naturkatastrophe auf dem afrikanischen Kontinent seit Jahren. Wegen starker Regenfälle brach ein Berghang zusammen und bedeckte den Vorort Regent mit Schutt und Erde. Dutzende Häuser wurden verschüttet. 3.000 Menschen sollen obdachlos und ohne Schutz oder gesicherte Nahrungsmittelversorgung sein. Präsident Ernest Bai Koroma forderte die Anwohner auf, die betroffenen Gebiete so schnell wie möglich zu verlassen, damit das Militär weiter nach Überlebenden suchen könne. „Wir haben ein Platzproblem“, sagte der Leiter des zentralen Leichenschauhauses von Freetown, Owiz Komora. „Wir versuchen, schnell zu unterschieden, zählen und untersuchen, damit wir vor den Beerdigungen Sterbeurkunden ausstellen können“. Der Leiter des Roten Kreuzes in Sierra Leone, Abu Bakarr Tarawallie, erklärte: „Wir haben auch Angst, dass Krankheiten wie Cholera oder Typhus ausbrechen könnten.“

(reuters 16.08.2017 jm)

16/08/2017 10:39