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Pakistans Bischöfe: Politiker sollen Reife zeigen

In Quetta kam es am Samstag zu einem Attentag mit 15 Toten - AFP

13/08/2017 11:00

Zu Besonnenheit und „politischer Reife” rufen die Bischöfe Pakistans die Entscheidungsträger ihres Landes auf. Das berichtet der Osservatore Romano in seiner Samstagsausgabe. Die nationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischofskonferenz zeigt sich in ihrem Statement besorgt über eine Verschärfung des Tons zwischen den politischen Lagern, die auch durch ein Klima zunehmender Gewalt nicht nur gegen Christen geprägt ist. Am vergangenen 28. Juni ist der Premierminister Nawaz Sharif durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofe von seinem Amt suspendiert worden; ihm wird Korruption vorgeworfen.

Erst an diesem Samstag sind in der Provinz Belutschistan, die nahe an Afghanistan liegt, bei einem Selbstmordattentat 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter mehrere Soldaten. Auch in der Stadt Lahore hat es in den vergangenen Tagen mehrere Attentate gegeben, die Tote und Verletzte verursacht haben. Seine Besorgnis über die zunehmenden Spannungen hat auch der interreligiöse Friedensbund Rawadari Tehreek geäußert: „Die Kultur des Missbrauchs“, so der christliche Präsident der Vereinigung, Samson Salamat, „schürt nur weiteres Feuer in einer Gesellschaft, die schon intolerant ist. Wir befürchten, dass in Erwartung der Wahlen, die für nächstes Jahr geplant sind, weiteres Blut vergossen wird.“ Er lud in diesem Zusammenhang dazu ein, das in Pakistan herrschende Verbot von Hassreden zu beachten.

(or 13.08.2017 cs)

13/08/2017 11:00