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D: Evangelische Kirche kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

Am Freitag diskutierte Angela Merkel mit dem Hohen UN-Kommissar für Flüchtlinge - AP

11/08/2017 15:03

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bezeichnet die gegenwärtige Flüchtlingspolitik der EU als „Abschottung“. In einem Interview des Bonner General-Anzeigers sagte der Leiter der Kammer Migration und Integration, Manfred Rekowski, dass „Europa in Konflikt mit seinen eigenen Prinzipien“ gerate. So gebe es beispielsweise kaum noch legale Wege, als Flüchtling in Europa einzureisen. Vorschläge wie den der CSU, Deutschland solle jährlich nicht mehr als 200.000 Flüchtlinge aufnehmen, wies er als „populistisch“ und vereinfachend zurück. Es brauche vielmehr differenzierte Ansätze, bei denen sich die EU-Mitgliedsstaaten die Aufnahmelast gerecht teilten. Die Grenzen zu schließen, würde das Problem nicht lösen, sondern nur zu noch mehr Todesfällen während der Flucht führen.

Rekowski lobte auch die Idee eines Marshallplans mit Afrika, vor allem, wenn dieser gerechtere Wirtschaftsbeziehungen in die Realität umsetze. „Gegenwärtig profitieren wir von der Armut Afrikas“, erklärte der Präses.

(kna 11.08.2017 jm)

11/08/2017 15:03