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Korea/Vatikan: Atomwaffen in keiner Weise akzeptabel

Drohungen und Eskalation: Hoffentlich bleibt es nur bei Worten - EPA

10/08/2017 10:31

Papst Franziskus verfolgt die Lage zwischen Nordkorea und den USA mit großer Sorge. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der ehemalige Vatikanmann bei der UNO, Erzbischof Silvano Tomasi. Der vatikanische Diplomat hat zwar derzeit keine Ämter im Vatikan inne, dennoch kommentiert er die politische Weltlage und berät den Papst.

Derweil verschärfen sich die Töne zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump: Nordkorea droht die US-Insel Guam im Pazifischen Meer zu bombardieren, während Trump sagte, dass er bereit sei Pjöngjang „mit Feuer und Zorn“ anzugreifen.

So gehe es nicht weiter, sagt der vatikanische Erzbischof Tomasi. Es braucht Dialog und kein Säbelrasseln.

Eine Minderheit an Nationen

„Es ist doch interessant, dass vor wenigen Wochen 123 Länder ein Anti-Atomwaffenabkommen unterzeichnet haben. Das zeigt, dass weltweit immer mehr Staaten gegen diese Waffen sind, doch leider gibt es noch eine Minderheit an Nationen, die an Nuklearwaffen festhalten und einige wenige derzeit versuchen, Atomwaffen anzuschaffen. Wir als Christen müssen den Weg des Friedens eingehen und eine Kultur des Dialogs stärken. Damit wir in Sicherheit leben können, gibt es nur einen Weg: kein Land auf der Welt darf Atomwaffen besitzen.“

Vor genau 62 Jahren fiel die Atombombe auf die japanische Stadt Nagasaki. Die Lehren daraus sollten auch Nordkorea und die heutige USA ziehen, so Tomasi.

„Das schlimme an dieser Bombe ist, dass sie alles zerstört und zwar zivil wie militärisch gleichermaßen. Das ist in keiner Weise akzeptabel. Es ist unvorstellbar, dass es noch Menschen gibt, die den Einsatz dieser Waffe für möglich halten. Wir müssen also die Öffentlichkeit besser bilden und unterrichten und daran erinnern, was der konkrete Einsatz einer solchen Waffe bedeutet.“

 

(rv 10.08.2017 mg)

10/08/2017 10:31