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Iran: Minderjährig zum Tod Verurteilter hingerichtet

Iraner demonstrieren in Wien gegen die Todesstrafe - AFP

10/08/2017 16:08

Amnesty International verurteilt die Hinrichtung des 21jährigen Alireza Tajiki am Donnerstag in Shiraz. 2012 war der damals fünfzehnjährige Tajiki festgenommen und zum Tode verurteilt worden, weil er angeblich einen Freund vergewaltigt und ermordet habe. Dies habe er nur unter Folter gestanden, kritisiert Amnesty. „Die iranischen Autoritäten haben noch einmal auf grausame Weise gezeigt, dass sie die Rechte der Minderjährigen komplett ignorieren“, erklärte Amnestys Beauftragte für den Mittleren Osten und Nordafrika, Magdalena Mughrabi. Dies sei schon die vierte Hinrichtung eines minderjährig verurteilten Gefangenen in diesem Jahr.

Im Jahr 2013 gab es wegen des Drucks durch die internationale Gemeinschaft eine Reform, wonach Richter zumindest eine andere Strafe auswählen können., wenn sie glauben, ein Straftäter sei bei der Tat noch keine „mentale Reife“ erreicht. Dennoch befinden sich laut Amnesty International momentan 89 Minderjährige in den Todestrakten iranischer Gefängnisse.

(rv 10.08.2017 jm)

10/08/2017 16:08