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Indien: Neues Gesetz gegen Zwang beim Glaubenswechsel

Sikh am goldenen Tempel von Amritsar: Indien ist für seine Religionsvielfalt bekannt - EPA

03/08/2017 10:35

Die katholische Kirche begrüßt ein Gesetz, das erzwungene oder durch materielle Versprechen begünstigte Konversionen verbieten will. Die Regierung des Bundesstaates Jharkhand hatte ein entsprechendes Gesetz am Dienstag verabschiedet; bei einer Zustimmung durch das Parlament in Ranchi wäre der ostindischen Bundesstaat der siebte Indiens mit einer entsprechenden Regelung zum Glaubenswechsel. Der Erzbischof von Ranchi Kardinal Telesphore Toppo betonte, das Gesetz solle „nicht Konversionen allgemein verbieten, sondern erzwungene Konversionen“. Alle Menschen seien frei in ihrem Willen und in ihrem Gewissen, niemand könne „jemand anderen zwingen, den Glauben zu wechseln“.

Wer gegen das Gesetz verstößt, riskiert in Jharkhand eine Haftstraße von bis zu drei Jahren und Geldbußen von bis zu 50 Millionen Rupien (rund 66.000 Euro), zitiert Asianews einen Regierungssprecher. Die Strafe erhöht sich auf bis zu vier Jahre, wenn es sich bei den Konvertiten um Minderjährige oder um Frauen aus sogenannten gelisteten Stämmen handelt, also um Angehörige indigener Gruppen, die als unterprivilegiert gelten.

(asianews 03.08.2017 jm)

03/08/2017 10:35