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D: Jurist fordert realistische Migrationspolik

Martin Schulz (SPD) besucht ein Flüchtlingscamp auf Sizilien - EPA

03/08/2017 13:27

„Europa braucht eine realistische und humanitäre Migrationspolitik“. Das fordert der Konstanzer Jurist Daniel Thym am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In seinem Gastbeitrag plädiert er dafür, Kontrollmaßnahmen gegen die illegale Einwanderung, humanitäre Hilfe, legale Zuwanderungswege und Hilfen in den Herkunftsländern zu verbinden. „Menschenwürdige Bedingungen herrschen nicht nur in Europa“, betont Thym mit Bezug auf die „Behelfsbrücke Mittelmeer“.

Er fordert funktionsfähige Aufnahmezentren an den außengrenzen Europas, in denen Asylverfahren schneller entschieden werden könnten. Der „Faktische Daueraufenthalt“ solle dadurch nicht gefördert werden. Thym  spricht sich stattdessen für Vereinbarungen mit Herkunftsländern, zum Beispiel Nigeria, aus, um legale Einwanderung zu erleichtern, wovon alle profitieren“ würden. Um sich bei Thema Flucht nicht im „schwarzweißen“ Gegensatz zwischen Abschottung und Grenzöffnung zu verfangen, müsse Europa in der Migrationspolitik an einem Strang ziehen. Andernfalls leide auch die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates.

(rv 03.08.2018 jm) 

03/08/2017 13:27