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Papst ermutigt zu mehr Einsatz für die Umwelt

Gemeinsam mehr für die Umwelt tun - dazu ruft Papst Franziskus eindringlich auf - AFP

14/07/2017 11:04

Im Spanischen fangen alle drei Worte mit R an: respeto, responsabilidad und relación. Im Deutschen klappt das leider nicht: Respekt, Verantwortung, Beziehung. Von den drei großen R’s schreibt Papst Franziskus in einer Botschaft zum Thema Umwelt, die der Vatikan an diesem Freitag veröffentlicht hat.

Respekt – das erste R. „Respekt ist die grundlegende Haltung, die der Mensch der Schöpfung gegenüber einnehmen sollte“, schreibt der Papst. „Wir haben sie als wertvolles Geschenk bekommen und müssen uns dafür einsetzen, dass auch die künftigen Generationen sie bewundern und genießen können. Diese sorgende Haltung müssen wir lehren und vermitteln.“

Die Papstbotschaft richtet sich an einen Kongress im brasilianischen Rio, wo sich hochrangige Kirchenleute und Bürgermeister großer Städte über die Umweltenzyklika Laudato si’ austauschen, die der Papst vor gut zwei Jahren geschrieben hat. Konkret wird der Papst beim Thema Trinkwasser: Das sei „ein Grundrecht, das jede Gesellschaft garantieren“ müsse. Geschehe das nicht, gerate das Leben „von Millionen Menschen in Gefahr“.

Zweites R: responsabilidad, Verantwortung. Die Schöpfung sei ja nicht nur eine Gabe, sondern auch eine Aufgabe für uns Menschen. „Wir können nicht mit verschränkten Armen zusehen, wie die Qualität der Luft abnimmt oder wie Müllberge wachsen“, mahnt Franziskus. Diese Realitäten seien „Folge einer unverantwortlichen Manipulation der Schöpfung“, die uns auf den Plan rufen müssten. „Passivität“ könne sich keiner leisten, denn die Umwelt sei unser aller „gemeinsames Haus“. „Wenn jeder das Wenige tut, was ihm in seinem Verantwortungsbereich möglich ist, dann wäre viel erreicht.“

Drittes R: relación, Beziehung. In vielen Teilen der Welt, ob in Städten oder auf dem Land, gingen die Menschen sich gegenseitig immer mehr aus dem Weg. Zwar würden die Gesellschaften immer „pluraler und multikultureller“, und das sei auch gut so; doch zugleich würden sie oft „verschlossener und misstrauischer“, beobachtet Franziskus – und zeigt damit einmal mehr, dass für ihn die Umwelt- und die soziale Frage eng zusammengehören. „Isolierung und das Fehlen von Wurzeln bei vielen Menschen“ sei „eine Form von Armut“, dagegen sei vorzugehen, schließlich sei „der Mensch zur Liebe und zum Geliebtwerden berufen“. Wo Beziehungen geknüpft würden, verschwänden die Wüsten und werde jedweder Ort zum „Kontext eines würdigen Lebens“.

(rv 14.07.2017 sk)

14/07/2017 11:04