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Papst: „Gebet, Geduld und Hoffnung darf man nie vergessen“

Eingang zum Gästehaus Santa Marta - EPA

09/06/2017 12:28

Echte Freude kommt nicht von „aufgeschminkter Schönheit“ sondern von Gott: Papst Franziskus meditierte in seiner Predigt an diesem Freitag die Frage nach dem Leid und der Stärke, die aus dem Gebet kommt. Ausgangspunkt seiner Gedanken war die erste Lesung aus dem Buch Tobit, die von den Eltern des Tobit berichtet. Gute und schlechte Zeiten hätten sie erlebt, wie alle Menschen, ihnen sei aber in der Vergangenheit vor allem übel mitgespielt worden, verfolgt worden seien sie wegen ihres Glaubens und beschimpft. „Wir alle kennen schlimme Momente“, schloss der Papst an diese Lesung an. „Vielleicht nicht so schlimm wie hier, aber wir kennen die Gefühle in dunklen Zeiten, in Zeiten des Schmerzes, in Zeiten der Schwierigkeit, das kennen wir alle.“

Sara und Tobias – die Eltern des Tobit – hätten in diesen Momenten Rat im Gebet gesucht. „Das ist die Hoffnung, dass Gott uns hört und diese schlimmen Zeiten vorbei gehen lässt. In den Momenten der Traurigkeit, großer oder kleiner, in den dunklen Momenten: Gebet, Geduld und Hoffnung. Das darf man nie vergessen.“

Auch gute Momente habe es im Leben der beiden gegeben, der Papst betone aber, dass man das nicht mit dem „Happy End“ eines Romans verwechseln dürfe. Die Nähe Gottes in diesen Momenten sei authentisch und schön, nicht so wie die aufgeschminkte Schönheit oder eine künstliche Freude. „Was machen deswegen die beiden in den schönen Momenten? Sie danken Gott, sie erweitern ihr Herz im Dankgebet.“

Es gelte also für beide Lebenssituationen, für die Freude wie für das Leid oder das Dunkle, alles ins Gebet zu tragen. In schwierigen Lebenslagen gelte es genauso wie in der Freude, die inneren Bewegungen zu unterscheiden. „Bitten wir um die Gnade“, schloss der Papst, „erkennen zu können, was in den schlimmen Momenten unseres Lebens geschieht und wie wir weitergehen können und was in den schönen Momenten des Lebens geschieht und uns dann nicht von Eitelkeit betrügen lassen.“

(rv 09.06.2017 ord)

09/06/2017 12:28