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Philippinen: „Passt auf das Geld von Arbeitsmigranten auf“

Filipinos arbeiten oft unter schweren Bedingungen im Ausland und unterstützen ihre Familien daheim - EPA

19/05/2017 11:25

Der Vorsitzende der Bischofs-Kommission für Migranten, Ruperto Santos, hat die Regierung des Landes dazu aufgerufen, das Geld von im Ausland arbeitenden Filipinos nicht zu missbrauchen.

„Um ihre Arbeit wertzuschätzen, muss auf die Überweisungen aufgepasst werden und diese Überweisungen dürfen nicht gestohlen oder korrumpiert werden“, zitiert die Nachrichtenagentur ucanews den Bischof von Balanga. Vielmehr solle die Regierung der Philippinen die Leistungen der Arbeitsmigranten würdigen und nicht deren Geldsendungen in die Heimat für „unerhebliche“ Regierungsprojekte missbrauchen.

Die Zentralbank des südostasiatischen Inselstaates hatte bekanntgegeben, dass die Geldüberweisungen von Arbeitsmigranten zuletzt das bisher höchste Niveau erreicht habe. 2,92 Milliarden US-Dollar hätten demnach im März Filipinos in ihre Heimat überwiesen, im gleichen Monat des vergangenen Jahres sind es 2,61 Milliarden Dollar gewesen. Vor allem sei das Geld von Filipinos in den USA, in Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Japan gekommen. 

Für Bischof Ruperto Santos zeige das, dass philippinische Arbeitsmigranten „unser Land unterstützten und aufrechterhalten“. Sie seien deswegen keine Helden, sondern ein Segen für das Land, sagte er. Laut ucanews leben und arbeiten mehr als 12 Millionen Filipinos im Ausland; mit ihren Geldüberweisungen tragen sie zu 10 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt  bei.

Erst am Donnerstag hatten die philippinischen Bischöfe die Regierung von Präsident Duterte scharf kritisiert, weil sie weiteren Finanzmittel der EU  eine Absage erteilt hatte. Das würde vor allem den Armen in dem Land mit ohnehin schon schwacher Wirtschaft schaden, hatten die  Bischöfen erklärt. Immerhin ist die EU größter ausländischer Investor in dem Inselstaat. 

(ucanews/rv  19.05.2017 fr) 

19/05/2017 11:25