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Papst Franziskus \ Reisen

Papst Franziskus beginnt seine Pilgerreise nach Fatima

Papst Franziskus in Portugal - REUTERS

12/05/2017 19:27

Papst Franziskus ist an diesem Freitag gegen 17 Uhr zentraleuropäischer Zeit in Portugal gelandet, wo er seine apostolische Pilgerreise nach Fatima beginnt. Zum 100. Jahrestag der ersten Marienerscheinung spricht er dort am Samstag zwei der drei Seherkinder heilig, Francisco (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920). Die Organisatoren rechnen mit bis zu einer Million Teilnehmern.

Die Sondermaschine der italienischen Fluggesellschaft Alitalia hob am römischen Flughafen Fiumicino kurz nach 14 Uhr ab. In der Früh hatte Franziskus laut Vatikansprecher Greg Burke wie üblich in der römischen Kirche Santa Maria Maggiore für die Reise gebetet. Auf Twitter bekräftigte der Papst vor dem Abflug erneut, als „Pilger der Hoffnung und des Friedens“ nach Fatima zu reisen; er rief alle auf, ihn dabei im Gebet zu unterstützen. Die gleiche Bitte äußerte er auch vor den mitreisenden Journalisten im Flugzeug. Fatima sei ein besonderer Ort, ein Ort des Gebets und der Begegnung Gottes mit der Mutter Jesu.

Begegnung vor der Reise

Unmittelbar vor dem Abflug traf Franziskus noch sechs Frauen im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Bei der Begegnung waren zwei Schwangere sowie Flüchtlinge anwesend, berichteten Medienvertreter aus dem Flugzeug unter Berufung auf Vatikansprecher Burke. Der für Straßenseelsorge zuständige Kurienerzbischof Konrad Krajewski begleitete die Gruppe. Bereits vor seiner Ägyptenreise hatte der Papst vor der Abreise Besucher empfangen, damals waren es Migranten aus Ägypten.

Auf dem Flughafen von Monte Real wurde der Papst von Staatspräsident Rebelo de Sousa sowie vom Patriarchen von Lissabon, Kardinal Manuel Clemente und anderen Vertretern von Kirche und Staat empfangen. Nach einer persönlichen Unterredung mit dem Präsidenten und einem Besuch der Kapelle des Fliegerhorsts begab sich Franziskus per Hubschrauber ins 40 Kilometer entfernte Fatima.

Heiligsprechung am Samstag

Mit der Heiligsprechungszeremonie am Samstag nimmt der Papst die Seherkinder Francisco und Jacinta Marto in das Verzeichnis jener Verstorbenen auf, die in allen katholischen Kirchen weltweit verehrt werden dürfen. Für die dritte Seherin, Lucia dos Santos (1907-2005), läuft derzeit noch das Seligsprechungsverfahren. Vereinzelt gab es Spekulationen, Franziskus könne auch sie am gleichen Termin selig- oder heiligsprechen. Ein solcher Schritt wäre jedoch ungewöhnlich. Zu der Messe werden auch 350 Kranke erwartet; ausdrücklich ist auch eine Begegnung des Papstes mit ihnen vorgesehen.

Mit Millionen Pilgern jährlich ist Fatima der zweitgrößte Wallfahrtsort Europas nach Lourdes. Am Samstagnachmittag fliegt der Papst zurück nach Rom.

(rv 12.05.2017 ord/gs)

12/05/2017 19:27