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Irak: Kampf um Mossul zwingt 500.000 in die Flucht

Ostermontag in Trümmern: Flüchtlinge in Mossul - AFP

18/04/2017 12:11

Sie haben alles hinter sich gelassen: Fast eine halbe Million Zivilisten sind laut UNO-Angaben aus der umkämpften Stadt Mossul auf der Flucht. Dabei bringt der Kampf um die letzte große Stadt des Irak, die noch teils vom Islamischen Staat (IS) gehalten wird, auch die humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen an ihre Grenzen.

Vor allem die Lage der Zivilisten in West-Mossul sei prekär, zitiert die „Neue Zürcher Zeitung" die UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande: Die Zahl der Verletzten sei dort höher, Häuser würden zerstört, Vorräte gingen zuneige, es gebe zu wenig Trinkwasser. Laut UNO-Schätzungen halten sich im umkämpften Teil der Stadt weitere 500.000 Zivilisten auf, allein 400.000 davon seien in der Altstadt eingekesselt. „Wir tun alles was wir können, aber das ist eine lange Schlacht und der Angriff auf die Altstadt hat noch nicht begonnen“, so Grande. 

Der IS hatte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht. Seit Oktober kämpft eine Großoffensive irakischer Streitkräfte und der US-geführten Militärkoalition für die Vertreibung der IS-Kämpfer aus Mossul.

(nzz 17.04.2017 gbs)

18/04/2017 12:11