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Papst: Abraham ist Vater im Glauben und der Hoffnung

Papst Franziskus bei der Generalaudienz - ANSA

29/03/2017 11:59

Die enge Verbindung zwischen Glaube und Hoffnung hat Papst Franziskus bei der Katechese im Rahmen seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch betont. Er meditierte vor rund 40.000 Gläubigen über den Brief des Apostel Paulus an die Römer, in der Paulus das Beispiel Abrahams anführt. Dieser gibt, trotz seines nahenden Todes und der Unfruchtbarkeit seiner Frau Sara, das Vertrauen in Gott nicht auf. Damit werde Abraham nicht nur „Vater des Glaubens“, sondern auch „Vater in der Hoffnung“, so Papst Franziskus bei seiner 16. Katechese zum Thema Christliche Hoffnung. Denn seine Geschichte verweise bereits auf die Auferstehung und neuen Lebens, das das Böse und den Tod selbst besiege, betonte er:

„Im Text heißt es, dass Abraham dem Gott glaubte, ,der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft (Rm 4,17)´; und dann wird ausgeführt: ,Ohne im Glauben schwach zu werden, war er, der fast Hundertjährige, sich bewusst, dass sein Leib und auch Saras Mutterschoß erstorben waren.´ Sieh, das ist die Erfahrung, die auch wir gerufen sind zu leben. Der Gott, der sich Abraham zeigt, ist der Gott, der rettet, der Gott, der aus der Verzweiflung und dem Tod heraus hilft, der Gott, der zum Leben ruft.“

Die Geschichte Abrahams sei zur Gänze ein Lobpreis Gottes, der erneuert und befreit, fuhr Papst Franziskus fort. Dieses Geheimnis feierten nun auch wir, in Kürze, mit dem Osterfest, denn „Gott hat Jesus von den Toten auferweckt,“ was auch für uns die Möglichkeit zur Auferstehung bedeute. Damit könne Abraham sich mit Recht als „Vater vieler Völker“ bezeichnen, betonte Franziskus.

„Paulus schärft unseren Blick für die enge Verbindung zwischen Glauben und Hoffnung. Er betont in der Tat, dass Abraham ,Gegen alle Hoffnung […] voll Hoffnung geglaubt´ hat. Unsere Hoffnung fußt nicht auf Überlegungen, Planungen und menschlichen Versicherungen; und sie tritt dort in Erscheinung, wo es keine Hoffnung mehr gibt, wo nichts mehr zu hoffen ist, gerade so wie es bei Abraham war, angesichts seines nahen Todes und der Unfruchtbarkeit seiner Frau.“

Diese große Hoffnung wurzele im Glauben, betonte der Papst, und gerade deshalb sei es ihr möglich, über sich selbst hinauszuwachsen. Wir seien aufgerufen, dem Beispiel Abrahams zu folgen, der trotz seiner objektiv hoffnungslosen Situation auf Gott vertraue.

„Ich würde euch gerne eine Frage stellen: Wir, wir alle, sind wir davon überzeugt? Sind wir davon überzeugt, dass Gott uns liebt und dass er bereit ist, all seine Versprechen zu erfüllen? Aber, Pater, was müssen wir dafür bezahlen? [Der Herr antwortet:] “Es gibt einen Preis: Das Herz öffnen.“ Öffnet eure Herzen und diese Kraft Gottes wird voran bringen und wunderbare Dinge vollbringen und euch lehren, was die Hoffnung ist. Das ist der einzige Preis: Das Herz für den Glauben öffnen, und Er wird den Rest erledigen.“

(rv 29.03.2017 cs)

29/03/2017 11:59