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Papst trauert um Brandopfer in Guatemala

In Guatemala gingen Menschen nach dem Brand auf die Straße; sie sehen eine Mitverantwortung des Staates - EPA

12/03/2017 12:57

Der Papst trauert um Opfer eines Feuers, das in einem Mädchenheim bei Guatemala-Stadt Dutzende Menschenleben gefordert hat. Er sei allen Angehörigen und der ganzen Nation im Gebet verbunden und bete um Trost und Heilung, sagte Franziskus nach dem Angelus-Gebet an diesem Sonntag.

Der Brand in der Einrichtung in San Jose Pinula, in der sowohl weibliche Missbrauchsopfer als auch Straftäterinnen untergebracht waren, entstand offenbar durch angezündete Matratzen während einer Revolte. Dabei hätten die Flammen einen Trakt erfasst, in dem Mädchen nach einem Fluchtversuch zur Strafe eingesperrt gewesen seien, berichteten Medien. Die staatlichen Behörden räumten inzwischen eine Mitverantwortung für die Tragödie in dem völlig überfüllten Heim ein.

Der Papst rief nach dem Angelus-Gebet in diesem Kontext auch zum Gebet für jugendliche Opfer von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Krieg auf: „Das ist eine Plage, das ist ein unterdrückter Schrei, den wir alle hören müssen. Wir können nicht weiter so tun, als sähen und hörten wir nichts“, sagte der Papst.

(rv 12.03.2017 pr)

12/03/2017 12:57