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Irak: „Rache ist keine christliche Haltung“

Mossul: Muslimin auf dem Friedhof - AP

16/02/2017 15:15

Rachedrohungen sind nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar und schüren Konflikte, statt sie zu lösen. Das steht in einer Erklärung des chaldäischen Patriarchats als Reaktion auf die Behauptung eines chaldäischen Christen namens Ryan Salem, wonach christliche Milizen bereit seien, sich an den sunnitischen Muslimen zu rächen. „Herr Salem spricht nicht stellvertretend für die christliche Glaubensgemeinschaft“, so das Patriarchat. Eine Haltung der Rache sei nicht mit der christlichen Moral vereinbar, da „Christus uns Frieden, Liebe und Vergebung“ verkünde. Bei der Befreiung von Mossul sollten die Prinzipien der Ethik grundgelegt werden.

Salem steht paramilitärischen Gruppen im Irak nahe. Das Patriarchat hatte sich schon mehrfach von sogenannten christlichen Milizen distanziert. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hatte Mossul 2014 eingenommen und viele Bewohner zur Flucht gezwungen. Immer mehr Teile der Stadt können von der Armee zurückerobert werden.

(fides 16.02.2017 dh)

16/02/2017 15:15