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Burkina Faso: Aufruf zu fairem Rohstoffhandel

Gold: Hauptexportgut im bitterarmen Burkina Faso - EPA

15/02/2017 14:26

Auf einen Paradigmenwechsel im Rohstoffhandel drängt der Präsident von „Missio“ München, Wolfgang Huber, bei seinem Besuch in Burkina Faso: „Wir müssen uns bewusst werden, dass unsere Gier nach Rohstoffen und Gold unerträgliche Lebensbedingungen auf anderen Kontinenten bedeutet“, mahnt der Münchner Präsident des Internationalen Katholischen Hilfswerks.

„Wenn es uns nicht gelingt, zu einem maßvollen Abbau und fairen Handel von Rohstoffen zu gelangen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Jugend Afrikas auf ihrem Kontinent keine Zukunft sieht“, betont Huber unter Anspielung auf das Drama der Massenmigration nach Europa. „Unsere Herausforderung ist, den Menschen andere Perspektiven zu bieten und sie nicht dem Kreislauf von Ausbeutung und Armut auszusetzen. Grundlegend ist dabei zunächst einmal Bildung“, so der Missio-Präsident.

In Burkina Faso bauen Großkonzerne Rohstoffe industriell ab. Gold ist neben Baumwolle das wichtigste Exportgut des westafrikanischen Landes. Im Rekordjahr 2016 baute Burkina Faso 40 Tonnen Gold ab.

Missio München unterstützt in Burkina Faso unter anderem den Bau mehrerer Schulen.

(pm 15.02.2017 jg)

15/02/2017 14:26