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Schweiz: Spaltungen im Bistum Chur vor Bischofswahl

Bischof Huonder bei einem Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan - AP

03/02/2017 12:44

Das Bistum Chur ist vor der anstehenden Bischofswahl tief gespalten. Das sagte der Generalvikar der Urschweiz, Martin Kopp, bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch. „Die Wahlbehörde in Chur ist tief gespalten, so dass eine Wahl a priori mit gewaltigen Risiken behaftet ist“, zitiert ihn die Luzerner Zeitung. Er schlägt vor, dass Papst Franziskus vor einer Bischofwahl durch das Domkapitel einen apostolischen Administrator einsetzen solle. Die Bedingung dafür sei allerdings, dass der Papst und dessen Mitarbeiter „die Situation in Chur, ohne Einflussnahme der aktuellen Bistumsleitung, genau überprüfen können“, so Kopp.

Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, wird am 21. April 75 Jahre alt und dem Papst – so sieht es das Kirchenrecht vor – seinen Rücktritt anbieten. Im Bistum Chur gibt es neben dem Generalvikar des Bistums auch drei regionale Generalvikare, also Stellvertreter des Bischofs. Die drei Regionen, das Kanton Graubünden, die Kantone der Urschweiz und die Kantone Zürich und Glarus sind zwar Teil des Bistums Chur, sind aber – aus historischen Gründen – weitgehend eigenständig. Entsprechend dem Konkordat wählt das Domkapitel aus drei Kandidaten, die der Papst festlegt, einen neuen Bischof.

(Luzerner Zeitung 03.02.2017 dh)

03/02/2017 12:44