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Tschad: „Todesstrafe abgeschafft” - aber nicht für alle

Stehen im Tschad weiter auf der Todeslisten: Boko Haram-Kämpfer - EPA

01/02/2017 11:20

Das Parlament des Tschad hat die Todesstrafe abgeschafft. Ausgenommen von dieser Entscheidung bleiben Terroristen. Hintergrund dieser Einschränkung sind die zunehmenden Terrorakte der Gruppe Boko Haram in dem zentralafrikanischen Staat.

Seit 1967 war die Todesstrafe Teil des Strafgesetzbuches. Mit einer klaren Mehrheit von 111 Stimmen gegenüber einer Gegenstimme sowie vier Enthaltungen wurde die Initiative der Regierung an diesem Montag vom Parlament angenommen. Die Strafe von zum Tode verurteilten Personen wird nun in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Das afrikanische Land hatte 2014 zwar ein internationales Abkommen ratifiziert, das die komplette Abschaffung der Todesstrafe vorsah. Aufgrund der Zunahme terroristischer Anschläge wurde jedoch im Tschad im August 2015 mittels eines Sondergesetzes die Todesstrafe für Menschen wieder eingeführt, die von den Behörden als Terroristen eingestuft wurden.

(cath.ch 01.02.2017 dh)

01/02/2017 11:20