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Unser Buchtipp: Magnificat - Das Stundenbuch

Magnifikat: Die Begegnung Mariens mit Elisabeth - RV

31/12/2016 08:30

Ohne Unterlass soll die Kirche Gottes beten, so sagt es der Apostel Paulus. Den Tag und die Arbeit unterbrechen, ausdrücklich beten, auf Gott blicken. Ausdruck gefunden hat das im Ora et Labora der Mönche, den verschiedenen Gebeten zu verschiedenen Tageszeiten, Laudes und Vesper, Terz, Sext und Non, wie sie heißen. Ausdruck gefunden hat das auch im Breviergebet, das alle Priester zu beten versprochen haben. Ausdruck findet das aber auch bei vielen, die kein Ordensleben leben, viele Menschen beten das Brevier oder Teile davon, jeden Tag, um am immerwährenden Gebet der Kirche teil zu haben.

Alle diese Gebete haben aber eines gemein: wenn man betet, greift man zum Buch. Oder zur App auf dem Smartfon, auch das ist eine Möglichkeit. Man betet im Rhythmus, man sucht sich seine Texte nicht aus. Es sind vor allem die Psalmen, die gebetet werden, dazu Gebete wie das Vaterunser, das Benedictus und andere. Das macht diese Form zu beten aus, die Kirche legt die Texte vor, alle beten mit.

Seit Jahren gibt es aber auch Versionen, die eher für den nicht-mönchischen Alltag geeignet sind. Eine davon wird vom Verlag Butzon und Bercker heraus gegeben, das ‚Magnificat’. Seit 20 Jahren ist es auf dem Markt, mit der aktuellen Ausgabe hat es nach einer Leserumfrage eine neue Gestaltung erfahren, Grund genug, es zu Beginn des neuen Jahres vorzustellen.

Anders als die Breviergebete erscheint dieses Stundenbuch jeden Monat neu. Es sind nicht vier Bücher, die für den Rest des Lebens reichen, es sind individueller zusammen gestellte Texte und Gebete. Das Morgengebet, eine kürzere Form der Laudes, das Abendgebet, basierend auf der Komplet, und dazu die Texte der Eucharistiefeier des Tages. Einige einleitende und begleitende Texte dazu, das ist das Rückgrat des Gebet-Buches.

Immer wieder kommen auch Glaubenszeugen zu Wort, ökumenisch, wie der Verlag betont. Und jeder kleine Band wird durch kurze Artikel zum Glaubenswissen ergänzt, im Januar zum Beispiel zur Vater-Anrede für Gott oder zum Finden Gottes im Alltag.

Jeden Monat ein neues kleines Büchlein, das Prinzip bleibt also gewahrt, alle Beter beten dieselben Texte, halten sich an die Bahnlesung der Liturgie, also die fortlaufend gelesenen Texte. Aber es ist halt eine alltagstaugliche Variante.

Wer gerne rhythmisch und biblisch betet und sich beim Beten im Einklang mit dem Rest der Kirche wissen will, dem sei zu Beginn des neuen Jahres diese Reihe wärmstens empfohlen.

 

Butzon und Bercker Verlag: Magnificat - das Stundenbuch. Pro Jahr kostet es etwa 50 €.

(rv 21.12.2016 ord)

31/12/2016 08:30