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Oster: Vatikan muss sich auf Jugend einlassen

Bischof Oster von Passau

07/10/2016 12:30

Hoffentlich lässt der Vatikan sich auf die jungen Menschen ein: Das ist die Hoffnung von Stefan Oster, Bischof des Bistums Passau und seit zwei Wochen Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz. Dass Papst Franziskus für 2018 eine Bischofssynode mit dem Thema Jugend plant, hat Oster genauso überrascht wie viele andere. „Ich hoffe, dass sich diejenigen, die in Rom die Synode vorbereiten, auf die jungen Menschen einlassen und diese in die Vorbereitungen auch mit einbeziehen. Und hoffentlich lassen sie sie auch in der Synode repräsentativ vertreten sein!“

Gefahr wie Chance einer Bischofssynode ist es immer, dass unterschiedliche Kulturen mit unterschiedlichen Herausforderungen aufeinandertreffen und über ein Großthema – diesmal Jugend – sprechen. Jeder will sein Thema setzen, und so hat auch Bischof Oster schon ein Thema im Kopf: „Für uns in Europa wird ein gewisser offensiver, fast schon aggressiver Säkularismus ein Thema sein. Die Kultur, in der junge Menschen heute leben, ist nicht automatisch hilfreich und freundlich, in den Glauben und in seine Berufung zu finden. Diese Diskrepanz werden wir von unserer Seite sehr stark auf die Tagesordnung bringen. Ob das in anderen Ländern ganz genauso ist, das bezweifle ich. Es gibt Länder, da ist es aus meiner Sicht ganz anders, vor allem wenn ich an Afrika oder Asien denke.“ Oster vermutet, dass der Weg zur Synode fruchtbarer für die Kirche sein wird als das Papier, das am Ende des Synodenprozesses steht – allein schon wegen der Gespräche.

Jetzt sind es noch zwei Jahre, bis dann schließlich über 200 Bischöfe aus aller Welt – in der Regel über 50 Jahre alt – über das Thema Jugend in der Kirche diskutieren werden. Wie bereitet man sich als Bischof darauf vor? „Ich begegne jetzt schon vielen jungen Menschen, habe auch eine regelmäßige Veranstaltung mit jungen Menschen, und insofern ist die unmittelbare Begegnung mit jungen Menschen die beste Vorbereitung. Wenn man nah dran ist, dann weiß man auch, was die jungen Menschen bewegt heutzutage. Auch, was sie im Hinblick auf ihren Glauben bewegt.“

Deswegen wollen wir auch die Jugend zu Wort kommen lassen. Wir haben den Bundesvorsitzenden des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) zur nächsten Synode befragt. Das Interview finden Sie hier.

(rv 07.10.2016 pdy) 

07/10/2016 12:30