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Syrischer Bischof: Christen begrüßen Treffen Papst-Kyrill

Der Apostolische Vikar für die Katholiken des lateinischen Ritus in Aleppo, Bischof Georges Abou Khazen - RV

13/02/2016 12:36

„Das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill betrachten die Christen in Syrien als Frucht des Kreuzes, das sie tragen“, so der Apostolische Vikar für die Katholiken des lateinischen Ritus in Aleppo, Bischof Georges Abou Khazen, am Freitag im Hinblick auf das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill im Zeichen der Hoffnung auf eine Feuerpause in Syrien. Das Leid der Christen im Nahen Osten trage „erste Früchte der Einheit“ und es werden weitere dazu kommen, fügte er an. Dies sei für sie ein großer Trost und helfe ihnen, weiter durchzuhalten.

Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, habe ausdrücklich darauf verwiesen, dass das Treffen auf Kuba vor allem wegen der gemeinsamen Sorge um die Christen im Nahen Osten besonders wichtig ist, betonte Bischof Abou Khazen: „Dies haben wir auch in unseren Predigten deutlich gemacht. Die Gläubigen sollen wieder Mut schöpfen, wenn sie sehen, dass ihr Leid auf geheimnisvolle Weise zur Einheit der Christen beiträgt.“

Für alle Menschen in Aleppo – Christen wie Nichtchristen – sei die in der Nacht auf Freitag in München vereinbarte Feuerpause „ein Traum“, unterstrich der katholische Bischof: „Leider wissen wir nicht, was die dschihadistischen Gruppen tun. Wir wissen, dass es sich größtenteils um ausländische Kämpfer handelt: Wer hat das Kommando über sie? Wem gehorchen sie? Werden sie sich der Feuerpause anschließen?“

Der Apostolische Vikar von Aleppo erläuterte die aktuelle Lage so: „Die syrische Armee ist mit Unterstützung der Russen auf dem Vormarsch und in den befreiten Teilen der Stadt gibt es wieder Wasser und Strom. Die Schulen werden wieder geöffnet. An vielen Orten finden Initiativen der Aussöhnung mit den Syrern statt, die sich den Rebellen angeschlossen hatten. Die sogenannten 'Kämpfer' werden aus dem Ausland kontrolliert und leisten weiterhin Widerstand. Unter der Bevölkerung hingegen überwiegt die Zustimmung zum Vorgehen Russlands“.

(kap 13.02.2016 cz)

13/02/2016 12:36