2015-11-29 13:12:00

Papst besucht Flüchtlinge in Bangui: Wir sind alle Geschwister


Papst  Franziskus hat Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik besucht. „Jeder von uns muss etwas für den Frieden tun!“, diese Botschaft übermittelte der Papst den Menschen, darunter vielen Kindern, in einer improvisierten kurzen Rede. „Ich wünsche euch und allen Zentralafrikanern den Frieden, welcher Ethnie, Kultur, Religion ihr auch angehört!“  Und der Papst bat, den Satz dreimal zu wiederholen: „Wir sind alle Geschwister.“

Gleich nach seinem Höflichkeitsbesuch bei der Interimspräsidentin und seinem Treffen mit der Führungsschicht und dem Diplomatischen Corps hatte sich der Papst auf den Weg in das Camp St Saveur (Heiliger Retter) in Bangui gemacht. Flankiert von nicht weniger als acht vatikanischen Sicherheitskräften, durchstreifte er den ausgedehnten Hof des Pfarreikomplexes, der als Flüchtlingslager dient. Sichtlich bewegt dankte er einer alten weißen Ordensfrau für die dort geleistete Arbeit mit Vertriebenen, darunter vielen Waisenkindern. Die lokalen Ordner trugen T-Shirts mit der Aufschrift „misericorde e reconciliation“, Barmherzigkeit und Versöhnung. Die Hunderten von Menschen hatten Festkleider angezogen, die Mädchen trugen aufwändige Zopffrisuren. Viele hatten ihre Botschaften und Grüße an den Papst auf Baumwoll-Stofftücher geschrieben, andere tanzten vor Freude über die Begegnung mit dem Papst. Dutzende Kinderköpfe streichelte Franziskus, unbeschreiblicher Jubel bildete den Soundtrack dieser chaotischen Begegnung.

Begleitet wurde der Papst von seinem Reisemarschall Alberto Gasbarri sowie von Erzbischof Angelo Becciu, dem „Innenminister“ des Heiligen Stuhles; Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin musste sich aus der päpstlichen Afrikariese ausklinken und war am Sonntag bereits unterwegs zum Klimagipfel von Paris.

(rv 29.11.2015 gs)








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