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„Irrationale Feindseligkeit“ gegen Migranten

Erzbischof Tomasi (r.) - AP

24/06/2015 14:30

Der Vatikan beklagt eine „irrationale Feindseligkeit“ im Umgang mit Flüchtlingen. Manche behandelten Flüchtlinge so, als seien „die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Menschenrechtsverletzungen selbst schuld an ihrer Lage“, sagte der Vatikan-Vertreter bei den UNO-Einrichtungen in Genf am Mittwoch im Ständigen Ausschuss des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Erzbischof Silvano Tomasi sprach von „beunruhigenden“ Umständen. Nötig seien „außerordentliche Solidarität“, eine großzügigere Wiederansiedlung von Flüchtlingen und eine bessere Aufteilung der Verantwortung.

Tomasi beklagte mangelnden politischen Willen und eine oft lediglich sicherheitsorientierte Flüchtlingspolitik. Immer mehr Flüchtlinge genössen keinen internationalen Schutz; der Vatikan-Erzbischof bezog sich damit auf jene Menschen, die wegen der Folgen von Umweltschäden und Klimawandel ihre Heimat verließen.

(kna 24.06.2015 no)

24/06/2015 14:30