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D: Bischof Oster kritisiert kath.net

Bischof Stefan Oster von Passau

01/03/2015 12:37

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat sich kritisch über das österreichische Internetmagazin kath.net geäußert. Er sei zwar „einverstanden und dankbar“, dass das Portal „versucht, den katholischen Glauben in seiner Schönheit und Wahrheit darzustellen“, schreibt der Bischof auf seiner Facebook-Seite. „Wirklich schwer tue ich mich aber mit der aus meiner Sicht zunehmend tendenziösen Berichterstattung“. Dadurch werde die Polarisierung von Bischöfen, Priestern, Theologen „in klar identifizierbare Lager  vorangetrieben“. Der vom Bischof in der Nacht auf Sonntag gepostete Beitrag löste eine kontroverse Debatte unter seinen Followern aus.

Oster hielt der kath.net-Redaktion vor, zu wenig gegen diese Tendenz zu unternehmen, die durch die Diskussion in den Foren des Internetmagazins noch vertieft werde. Sie tue „zu wenig, um wirklich auch differenzierte Positionen hören und verstehen zu wollen“. Zugleich merkte er an, dass er eine ähnliche Polarisierungstendenz schon lange auch auf Websites „aus dem vermeintlich liberalen Lager“ beobachte. Die Kirche und ihre Gläubigen seien „komplexer als nur schwarz und weiß oder gut und böse“, schreibt Oster. Auch sei „in der Beurteilung der Glaubensüberzeugungen Anderer“ vieles „weniger klar als es kath.net und seine Autoren nach meiner Wahrnehmung allzu häufig unterstellen“.

Der Bischof, der auch gelernter Journalist und Mitglied der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, appellierte an die Redaktion, „ihren Beitrag zum gegenseitigen Respekt voreinander und füreinander zu vertiefen“. Besonders problematisch sei, „vor allem solchen Menschen, die aus Sicht der kath.net-Redaktion nicht den rechten Glauben zu teilen scheinen, allzu schnell unlautere Motive zu unterstellen“.

Kath.net ist kein offizielles Medium der katholischen Kirche. Als Träger fungiert ein im oberösterreichischen Linz ansässiger Verein. Nach eigenen Angaben handelt es sich um ein Non-Profit-Unternehmen, das sich aus Spenden, durch Werbung und Sponsoren finanziert. Zu diesen gehört etwa das internationale katholische Hilfswerk ‚Kirche in Not’.

(kna 01.03.2015 sk)

 

01/03/2015 12:37